Linux 6.9 bietet zwei Highlights und die gewohnte Mischung aus aufgefrischten Treibern für aktuelle und kommende Hardware, effektiveren Dateisystemen und Verbesserungen bei Security und Networking.
Dateisysteme
Darrick Wong hat seinen Abschied als Betreuer des XFS-Dateisystems angekündigt. Er schlägt als Nachfolge ein mehrköpfiges Team vor.
Die aktuelle Version des Linux Kernels 6.3 scheint nach Benutzerberichten die Metadaten von XFS-Dateisystemen zu zerstören. Der Linux 6.4 weist diese Probleme offenbar nicht auf.
Kernel 6.2 hat zahlreiche Netzwerk- und WLAN-Updates im Gepäck, verbessert virtuelle und stapelbare Dateisysteme und unterstützt populäre Geräte wie PS4-Controller und Crowdfunding-Spielekonsolen.
Der Suse-Entwicklungsleiter Jeff Mahoney hat in der Opensuse Factory-Liste vorgeschlagen, ReiserFS nicht länger mit Opensuse Tumbleweed auszuliefern. Das Dateisystem sei seit Jahren nicht gepflegt worden und es ermangele ihm an vielen modernen Funktionen.
Das kleine Tool lfs listet in einer Tabelle sämtliche Dateisysteme und ihre Speicherplatzbelegung auf. Es dient damit als übersichtliche Alternative zum Klassiker df. Trotz des Sprungs auf die Versionsnummer 2.0.0 halten sich die Änderungen in Grenzen.
Auf Computern sammeln sich enorme, zum Teil schnell obsolete Datenmengen an. Mit den passenden Programmen löschen Sie überflüssige Dateien oder auch komplette Datenträger schnell und effizient.
Squash-FS ist ein stark komprimiertes Read-only-Dateisystem, das seit 2009 auch im Linux-Kernel heimisch ist. Entwickelt wird das System aber schon seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum feiern die Macher mit der Veröffentlichung von Squash 4.5.
Der Linux-Kernel könnte einen komplett neuen NTFS-Treiber bekommen. Hersteller Paragon muss diesen aber noch offiziell einreichen.
Das grafische Partitionierungswerkzeug GParted hat in Version 1.3.0 ein paar kleinere Neuerungen erhalten, von der das entsprechende Live-System profitiert. Letztgenanntes basiert weiterhin auf Debian Sid, wechselt aber zum Linux-Kernel 5.10.28-1.
Windows 10 Insider Preview Build 20211 unterstützt den Zugriff auf Dateisysteme, die Windows von sich aus nicht unterstützt, darunter Ext4.
Die Fedora-Entwickler machen in Version 33 ihrer Linux-Distribution Btrfs zum Standard-Dateisystem. Btrfs löst damit Ext4 ab, das bislang standardmäßig installiert wurde.
Mehrere Jahre nach Projektgründung soll die freie Weiterentwicklung des Dateisystems ZFS endlich in einem einheitlichen Repository von OpenZFS gepflegt werden. Damit wird der Code von Linux und FreeBSD zusammengelegt.
Linux 5.3 unterstützt weiterhin Disketten und bringt unter anderem Änderungen an Grafik- und Dateisystemen sowie Systemaufrufen mit. Doch am Rand des aktuellen Release-Zyklus gab es auch Neuerungen für das Ökosystem rund um den Kernel.
Die Squash-FS-Tools erlauben es, Squash-FS-Partitionen zu erzeugen und um Daten zu ergänzen. Die Release 4.4 erlaubt reproduzierbare Builds.




