Den Zugriff auf NTFS-Dateisysteme überlassen viele Distributionen dem Treiber NTFS-3G. Nachdem seine Entwicklung seit 2022 auf Eis lag, erschien jetzt überraschend eine neue Version – von der man allerdings nicht zu viel erwarten sollte.
NTFS
Namjae Jeon hat einen neuen Kernel-Treiber für das Dateisystem NTFS vorgestellt. Im Gegensatz zum aktuellen NTFS3 soll NTFS plus schneller arbeiten. Interessanterweise basiert sein Treiber auf dem ursprünglichen NTFS-Kernel-Treiber.
Eine Ankündigung von Nvidia zog in Linux 5.18 die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Unter dem Radar aber landeten weitere interessante Neuerungen im Kernel: Er unterstützt jetzt eine jüngere C-Variante, eBPF wird zum Paketgenerator und XDP mit Multibuffer-Support beschleunigt Netzwerke.
Das Live-System SystemRescue hilft mit seinen Werkzeugen bei der Datenrettung und der Systemwiederherstellung. Die neue Version 9.0 nutzt den Kernel 5.15.14, der ganz nebenbei auch eine bessere Unterstützung für das NTFS-Dateisystem bietet.
Die Neuerungen des zu Halloween veröffentlichten Linux 5.15 klingen alles andere als gruselig. Es gibt einen neuen Samba-Server sowie NTFS-Support im Kernelspace. Zudem erhält BPF Support für Scheduler und Timer, und Jens Axboe bringt Bio-Recycling in den Kernel.
Pünktlich zum runden 30. Geburtstag von Linux mahnt ein Core-Entwickler mehr Mitarbeit an. Kernel-Chef Linus Torvalds überredet Paragon indes erfolgreich, den NTFS-Treiber in den Mainline-Kernel zu pushen, und auf Apples M1-Chip läuft bereits ein Gnome-Desktop.
Der Linux-Kernel könnte einen komplett neuen NTFS-Treiber bekommen. Hersteller Paragon muss diesen aber noch offiziell einreichen.




