Den Zugriff auf NTFS-Dateisysteme überlassen viele Distributionen dem Treiber NTFS-3G. Nachdem seine Entwicklung seit 2022 auf Eis lag, erschien jetzt überraschend eine neue Version – von der man allerdings nicht zu viel erwarten sollte.
So haben die Entwickler in erster Linie Fehler ausgemerzt. Der auf FUSE aufsetzende Treiber arbeitet zudem mit Libfuse 2.8 zusammen. Die übrigen Änderungen betreffen die zum Paket gehörenden Werkzeuge.
„mkntfs“ notiert die Erstellungszeit des Dateisystems mikrosekundengenau, während „ntfsinfo“ auch Informationen über den Zustand der Log-Files ausspuckt. „ntfsclone“ sichert eine komplette Partition in einem Image. Beim Wiederherstellen kann das Tool jetzt auch die Sektorgröße im NTFS-Boot-Sektor des Zielgerätes anpassen.
Die Entwicklung von NTFS-3G treibt maßgeblich das Unternehmen Tuxera voran. Parallel zu ihrem Treiber hat Namjae Jeon den alten NTFS3-Treiber im Kernel generalüberholt. Seine Ergebnisse hat Linus Torvalds in die Vorabversion des Kernels 7.1 aufgenommen. Sofern die Entwicklung von NTFS-3G wieder Fahrt aufnimmt, würden zukünftig drei verschiedene NTFS-Treiber zur Auswahl stehen.
[Update, 23.04.2026: In der ursprünglichen Meldung war fälschlicherweise nur von insgesamt zwei Treibern die Rede. Zusammen mit dem Paragon-Treiber wären es jetzt drei, die lesend und schreibend auf NTFS-Dateisysteme zugreifen können.]




Den NTFS-Treiber von Paragon gibt es auch noch im Linux-Kernel.
Stimmt, den wollte ich nicht unterschlagen. :-) Ich habe den Text entsprechend angepasst, Danke für die Hinweis!