Btrfs wird Standard-Dateisystem in Fedora 33

Die Fedora-Entwickler machen in Version 33 ihrer Linux-Distribution Btrfs zum Standard-Dateisystem. Btrfs löst damit Ext4 ab, das bislang standardmäßig installiert wurde.

Die Entscheidung für Btrfs war in einer Abstimmung des Fedora Engineering and Steering Committee gefallen. Zuvor gab es auch mit Blick auf den Hauptsponsor Red Hat kontroverse Diskussionen. Red Hat hatte für sein Red Hat Enterprise Linux (RHEL) den Support für Btrfs beendet. Für die aktuelle Version 8 von RHEL ist außerdem das Storage-Tool Stratis entstanden, das das XFS etwas näher an die Funktionen von Btrfs und ZFS heranführen soll.

Die Befürworter führen an, dass das Dateisystem außerdem seit Jahren stabil sei und von großen Unternehmen wie Facebook und Synology eingesetzt werde. Auch der Linux-Distributor Suse setzt für seine Produkte auf Btrfs.

Im Fedora Magazine beschreiben die Entwickler Chris Murphy und Langdon White den ersten Wechsel des Dateisystems seit Fedora 11 als wohlüberlegten Schritt, schließlich sollen die Nutzerdaten sicher sein.

Der Switch zu Btrfs erfolge über ein Single-Partition-Disk-Layout und dem in Btrfs enthaltenen Volume-Management. Btrfs werde zudem seit 2012 von Fedora unterstützt, die Umstellung dürfte also ein transparenter Schritt für die meisten Nutzer sein, so Murphy und Langdon. Der Fedora-Code sei für den Wechsel angepasst und im Rawhide-Zweig seit Anfang Juli zum Testen bereit.

Fedora-Nutzer müssen Btrfs nicht zwangsweise installieren. Wer Ext4 benutzt kann dies weiter tun. Die Umstellung erfordert für einen reibungslosen Verlauf ohnehin eine Neuinstallation. Neue Installationen kommen dann mit Btrfs als Standard.

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