Debians technisches Komitee (CTTE) hat einen Übergangsplan für die Init-Maintainer vorgelegt, der dafür sorgen soll, dass neue und aktualisierte Systeme möglichst reibungslos auf Systemd umsteigen.
Systemd
Die Arbeit an Systemd schreitet zügig voran. Lennart Poettering hat die neue Version 219 angekündigt, die unter anderem den Umgang mit Containern und Btrfs erleichtert.
Orchestrierungstools wie Chef, Puppet und Saltstack helfen sehr bei der einheitlichen Administration einer Systemlandschaft, aber sie erledigen nicht alles. Foreman ergänzt die Lücken und setzt allem eine einheitliche Oberfläche auf, die dem Admin das Leben ein ganzes Stück...
Reisende soll man nicht aufhalten, doch aus dem Hause Debian verabschieden sich gerade auffällig viele Entwickler. Zehn Fragen und Antworten, die Aufschluss geben über den Status des Debian-Projekts in Zeiten des Streits um Systemd.
Während das Debian-Projekt in Zukunft voraussichtlich auf Systemd setzt, machen die Kritiker von Systemd und selbsternannten "Unix-Veteranen" nun ernst und starten mit Devuan einen Debian-Fork.
Der Systemd-Richtungsstreit und allgemeiner Stress haben im Debian-Projekt zu weiteren persönlichen Rückzügen geführt.
Einige Systemd-Entwickler um Lennart Poettering arbeiten emsig an einem System, das die Unterschiede der vielen Linux-Distributionen für Software-Anwender, -Entwickler und -Anbieter erträglich machen will. Eine zentrale Rolle in den hochgesteckten Plänen spielt das Dateisystem Btr-FS.
Eine anonyme Gruppe, die sich selbst als "Unix-Veteranen" bezeichnet, spielt mit dem Gedanken, einen Debian-Fork zu kreieren, weil Debian heute zu sehr auf Gnome und Systemd fixiert sei.
Uselessd scheint ein Versuch zu sein, eine schlanke Alternative zu Systemd auf Basis von Systemd zu entwickeln.
Linus Torvalds stört sich nicht an der Richtungsänderung, die mit Systemd einhergeht. Vielmehr glaubt er, das "Ein-Werkzeug-eine-Aufgabe"-Prinzip spiegele in vielen Bereichen nicht mehr die Realität wieder.
Das Systemd-Projekt hilft dem Admin dabei, seine Aufgaben auf einer relativ abstrakten Ebene zu erledigen. Auch der neue Bestandteil Networkd führt weg vom spezifischen Klein-Klein. Trotz des frühen Entwicklungsstadiums zeigt sich: Der Daemon hat Köpfchen.
Wem Sys-V-Init zu altbacken und Systemd zu übergriffig ist, der sollte ein paar Runden mit Runit drehen. Das Initsystem vereint Vorteile beider Welten miteinander, der Admin behält die Kontrolle.
Sys-V-Init startete die Prozesse von Linux mehr als ein Jahrzehnt lang als Einzelkämpfer. Doch heute lauert eine technisch versierte Generation von Initsystemen in den Startblöcken.
Für das Starten von Systemdiensten ist das Init-System zuständig. Möchte der Admin es konfigurieren, begegnen ihm mittlerweile neben dem traditionellen System-V- und BSD-Init auch die modernen Upstart und Systemd. Eine Überlebenshilfe für die Praxis.











