Devuan startet als Debian-Fork ohne Systemd

Ankündigung von Devuan auf der Webseite.

Während das Debian-Projekt in Zukunft voraussichtlich auf Systemd setzt, machen die Kritiker von Systemd und selbsternannten “Unix-Veteranen” nun ernst und starten mit Devuan einen Debian-Fork.

Laut Ankündigung spricht sich Devuan als “Dev One” aus, bislang arbeite man an einer Kern-Infrastruktur für das Projekt, zu der eine Webseite, Mailingliste und ein Dak-basiertes Paket-Repository gehören sollen. Das erste Paket ist “devuan-baseconf”, ein Installer mit Preseed von “sysvinit-core” und einigen Devuan-Paketen. Das Paket verzichtet auf Systemd und setzte “systemd-shim” ein, wo Systemd als Abhängigkeit nötig ist.

Ankündigung von Devuan auf der Webseite.

Ankündigung von Devuan auf der Webseite.

Das Bug Tracking System soll für möglichst viele der Entwicklungstools von Debian funktionieren, über Github Issues will man Aufgaben koordinieren. Das Continuous Intergration System soll Code aus Github holen, ihn in einen Jenkins Builder verfrachten und dann in die Repositories. Zahlreiche der traditionellen Debian-Entwicklertools wolle man aktualisieren, beim Kommunikations- und Entscheidungssystem wollen sich die “Unix-Veteranen” am D-Cent-Projekt der EU orientieren.

Generell wolle man eine ähnliche Infrastruktur wie Debian aufbauen, aber in Sachen Bürokratie nicht die Fehler des Debian-Projekts wiederholen. Zudem gehe es darum, die Beziehungen zu Upstream und Downstream zu verbessern. Die Entwickler rufen dazu auf, sich am Projekt zu beteiligen und Geld zu spenden. Das erste Ziel sei es, dass Nutzer 2015 von Debian 7 ohne Probleme auf Devuan 1 migrieren können. Devuan soll minimal bleiben und der Unix-Philosophie folgen, die lautet “tu eine Sache und erledige sie gut.” Ein Wiki gibt es hier, ersten Code auf Github.

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