Kernel 5.1 bewältigt endlich gepufferte asynchrone Ein- und Ausgaben, mustert "a.out" aus, verbessert Fanotify, unterstützt kumulative Livepatches und ergänzt einen neuen Energiespar-Governor.
Eine Zäsur bedeutet die runde Versionsnummer 5.0 laut Linus Torvalds nicht. Welche Änderungen aber vom Kernelchef selbst stammen und was das aktuelle Linux sonst noch bringt, beleuchten die Kernel-News.
Spectre 2 macht als Wiedergänger weiter die Welt der Kernelentwickler unsicher. Außerdem muss der Speck-Algorithmus der NSA Googles Adiantum weichen, und PCI-Geräte reden künftig auf Peer-to-Peer-Basis direkt miteinander. Das sind nur einige der Updates für den Ende 2018 veröffentlichten Kernel...
Linus Torvalds veröffentlichte mit Linux 5.0-rc1 die erste Testversion des neuen Kernel. Die runde Versionsnummer signalisiert aber keine revolutionären neuen Features.
Die Sicherheitslücken in aktuellen Prozessoren halten die Entwickler des Linux-Kernels weiterhin in Atem und bereiten Linus Torvalds schlechte Laune. Daneben bringt der Vorab-Kernel der Version 4.19 aber auch ein GPS-Subsystem und etliche Verbesserungen für Datei- und Netzwerkzugriffe.
Das Dateisystem Lustre fliegt aus dem Kernel – gegen den Willen vieler Lustre-Entwickler und eventuell nur vorübergehend. Mit der Technologie für den Berkeley Packet Filter landet zudem eine interessante Option im Kernel 4.18, um Userspace-Code im Kernelspace laufen zu lassen.
Große Überraschung im aktuellen Release-Zyklus: Es gibt auch jenseits von Spectre und Meltdown Neuerungen für Linux 4.16rc1. Darunter Updates am Inode-System, die den Zugriff auf Dateien beschleunigen, und die lang ersehnte Integration eines Treibers für Linux-Gäste auf Virtualbox.
Ungefähr 1000 Changesets mehr als im Vorgänger stecken im ersten Release Candidate von Kernel 4.15. Diese gehen vor allem auf AMD-Patches zurück: Linux unterstützt endlich AMDs neue Vega-Grafikkarten mit dem freien AMDGPU-Treiber. Mit im Gepäck: Support für HDMI 2.0 und Displayport 1.4.
Linux 4.14 unterstützt dank der Five Level Table Pages das Adressieren absurd hoher Mengen an virtuellem und physischem Speicher. Der Kernel verbessert zudem das Schlafverhalten mit Suspend-to-Idle-Support und führt mit Zstandard ein neues Kompressionsverfahren ein.
Zwar ist auch diesmal wieder der meiste Code in der Grafikabteilung gelandet, von den Verbesserungen an Kernel 4.13 profitieren aber auch Dateisysteme und die Energieverwaltung.
Am 2. Juli hat Linus Torvalds den nach seiner Aussage recht umfangreichen Kernel 4.12 freigegeben. Neben USB-Typ-C-Support sind zwei neue Terminplaner für Datenzugriffe auf Speichergeräte an Bord und AMDGPU-Code für Vega.
Im letzten legten Entwickler die Grundlage, im neuen Kernel 4.12 landen nun mit BFQ und dem Kyber I/O Scheduler zwei neue Terminplaner für Datenzugriffe auf Speichergeräte. Arbeit floss auch in den Vega-Support des AMDGPU-Treibers, zudem kommt Linux jetzt mit USB-Typ-C-Geräten klar.
Zu den wesentlichen Neuerungen von Linux 4.11 gehört der frisch eingeführte Systemcall "statx()", der den Abgleich von Daten über Netzwerkdateisysteme optimiert. Der moderne Scheduler BFQ soll hingegen Zugriffe auf Datenträger beschleunigen.
In welche Richtung der im Titel genannte Arbeitsname die Erwartungen für Linux 4.8 lenken soll, verriet Linus Torvalds nicht. Für AMD- und Raspberry-Pi-3-Fans gibt es aber tierisch gute Neuigkeiten.
Dass Linux und sein umfangreiches Open-Source-Ökosystem kostenlos sind, müsste für die finanziell klammen Schulen ein starkes Argument für deren Einsatz sein. Warum das jedoch nicht immer zieht und in welcher Form Linux bereits die Schulbank drückt, beleuchtet die Bitparade.












