Das KernelCI-Projekt hat die Ergebnisse einer Umfrage unter Kernel-Entwicklern und -Maintainern veröffentlicht. Eine Haupterkenntnis: Per Mailingliste zugesandte Patches vor dem Einpflegen (automatisiert) zu testen, könnte sinnvoll sein.
Linux-Kernel
Tracing kann so einfach sein: Dank einer plattformunabhängigen VM im Linux-Kernel bekommen Tracing-Skripte Zugang zu den System-Interna.
Die Pressure Stall Information, ein neuerdings im Linux-Kernel angesiedelter Messmechanismus, erlaubt eine bessere Sicht auf Ressourcenkonflikte, die den Produktivbetrieb stören.
Der neue Kernel 5.8-rc1 ist der wohl umfangreichste bislang. Er schützt den Kernelspace besser vor problematischen eBPF-Programmen, beschleunigt SELinux, kämpft gegen eine weitere Hardwarelücke von Intel und liefert WPA3-Updates für drei ältere WLAN-Treiber.
SpaceX setzt für seine Boardcomputer auf Linux und das PREEMPT RT Patch, um Echtzeitfähigkeit zu erhalten. Die Firma betreut dafür ein eigenes Linux, wie Mitarbeiter auf Reddit verrieten.
Die Kernelentwicklung lief trotz Corona weiter, als wäre nichts passiert. Die meisten Linux-Entwickler arbeiten ohnehin Remote, entsprechend erschien der Kernel 5.7 pünktlich am vergangenen Wochenende. Größere Vorkommnisse: Keine.
Mit Popcorn-Linux soll der nahtlose Übergang von Threads und Anwendungen zwischen mehreren Hostsystemen möglich werden.
Zwar verschonte Linus Torvalds seine amerikanischen Nachbarn in diesem Jahr mit finnischen Oster-Spezialitäten, Geschenke gab es dennoch. Am Sonntag erschien die erste Vorabversion des Linux-Kernel 5.7.
Nach langer Anlaufphase hat es die freie VPN-Lösung Wireguard geschafft, in den Linux-Kernel aufgenommen zu werden. Die Aufnahme in den Mainline-Kernel markiert Donenfeld mit der Vergabe der Versionsnummer 1.0.0 an Wireguard.
Die aktuelle Version von Systemd bringt den Homed-Systemdienst für portable und verschlüsselte Home-Verzeichnisse. Hinzu kommen eine Nutzerdatenbank und ein Werkzeug zum Repartitionieren.
Der in Entwicklung befindliche Kernel 5.6 bringt einen ganzen Packen neuer Features mit. Neben Wireguard zählen dazu USB-4-Code, das neue Zone-FS-Dateisystem, ein Systemaufruf, der Sandboxing erleichtert und eine Lösung für das Jahr-2038-Problem.
Canonical hat jetzt auf seiner Mailingliste bekannt gegeben, welcher Linux-Kernel in der kommenden Ubuntu-Version zum Einsatz kommen wird. Demnach setzen die Entwickler auf den Linux-Kernel 5.4 statt der aktuellen Version 5.6.
In Brüssel feierte die Fosdem ihren 20sten Geburtstag. Wie immer stand die FLOSS-Community im Zentrum, und stellten Speaker zukunftsträchtige Projekte vor, etwa eBPF, eine neue In-Kernel-VM.
Ubuntu 20.04 LTS kommt Ende April und soll bereits das erst vor einigen Tagen in den Kernel aufgenommene VPN-Protokoll Wireguard standardmäßig an Bord haben.
VPN-Anhänger warten bereits länger sehnsüchtig darauf, Wireguard im Standardkernel zu sehen. Nun hat Linus Torvalds den Code in sein Repository geholt.



