SpaceX setzt für seine Boardcomputer auf Linux und das PREEMPT RT Patch, um Echtzeitfähigkeit zu erhalten. Die Firma betreut dafür ein eigenes Linux, wie Mitarbeiter auf Reddit verrieten.
Auf der Social-Media-Plattform Reddit plaudern Prominente und Unternehmen immer mal wieder aus dem Nähkästchen und lassen sich Fragen von den Nutzern stellen. Das Format heißt AMA (Ask Me Anything) und vor drei Tagen war SpaceX zu Besuch. Nach dem erfolgreichen Flug zur ISS plauderten die Mitarbeiter unter anderem über die eingesetzte Technologie.
Linux spielt dabei eine zentrale Rolle. SpaceX betreut demnach für die Boardcomputer einen eigenen Linux-Kernel mit Echtzeitfähigkeit (PREEMPT-RT-Patch). SpaceX verwende eine ganze Menge unterschiedlicher Hardware, es handele sich um “ein verteiltes System, das aus vielen einzelnen Computern bestehe”, erklärte Josh Sulkin, der für das Software-Design der Crew Dragon verantwortlich zeichnet.
Linux im Weltall
Sein Kollege Matt Monson, der das Starlink-Programm leitet, erwähnte, dass bei jedem Start von 60 Satelliten ungefähr 4000 Linux-Rechner zum Einsatz kommen. Zusammen dem gesamten Satellitenverbund schweben zurzeit etwa 30000 Linux-Nodes im All. Teile der dort eingesetzten Software würde man dann auch mit Falcon und Dragon teilen. Auch abseits des Linux-Kernel komme bei SpaceX Open-Source-Software zum Einsatz. Neben der C++-Standardbibliothek beschränke man sich allerdings auf eine möglichst überschaubare Zahl an Open-Source-Bibliotheken von hoher Qualität. Zum Teil entscheide man sich auch, eigene Bibliotheken zu programmieren, um die Kontrolle über den Code zu erhalten.




Und da sage noch einmal einer, Pinguine könnten nicht fliegen!
Von wegen fliegende Fenster :)