Das Herbst-Update für den Linux-Kernel schließt eine rechtliche Lücke für Modul-Trickser, erlaubt den Einsatz von RISC-V im Tickless-Modus und unterstützt nach fünf Jahren Intels zweischneidiges FSGSBASE, weil es der Performance hilft.
Kernel
Auf den letzten Metern hätte sich Linus Torvalds etwas weniger Änderungen am Linux-Kernel gewünscht. Dennoch erschien das fertige Linux 5.9 pünktlich am gestrigen Abend.
Der professionelle Zugriff auf Hardware im Kernel findet über Gerätetreiber statt. Der Einstieg in die Treiberprogrammierung ist noch kinderleicht, aber danach wird es knifflig.
Der Kernel 5.8 schützt den Kernelspace besser vor problematischen eBPF-Programmen, beschleunigt SELinux, stopft eine Intel-Hardware-Lücke und liefert WPA3-Updates für drei ältere WLAN-Treiber.
Die Linux Foundation hat den Linux Kernel History Report 2020 veröffentlicht. Der Bericht gibt Einblick in die Geschichte des Kernels von den Anfängen im Jahr 1991 bis zum Release der Version 5.8 im August 2020.
Nach dem bislang wohl umfangreichsten Kernel 5.8 scheint sich die Lage wieder etwas zu entspannen: Linux 5.9-rc1 sei „normaler“ als die Vorgängerversion, schrieb Linus Torvalds am Sonntag beim Release.
Das Linux-Magazin hat den langjährigen Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman unter anderem gefragt, wie Neulinge oder routinierte C-Entwickler am besten in die Kernel-Entwicklung einsteigen.
Der Lockdown-Modus macht den Linux-Kernel sicherer und bricht mit einer alten Tradition: Ist er aktiviert, darf auch Root auf einem System nicht mehr alles. Was steckt dahinter, und wozu soll das gut sein?
Ein ACPI-Fehler ermöglicht es, den Lockdown-Modus des Kernels aufzuheben und dann doch unsignierte Kernel-Module zu laden, die Malware enthalten können.
Der neue Linux-Kernel 5.8 verbessert unter anderem den Umgang mit „/proc“, stopft eine neu entdeckte Intel-Hardwarelücke und rüstet WPA3 für drei ältere WLAN-Treiber nach.
Typischerweise werden Threads vom Kernel verwaltet. Google will nun aber seine Arbeit an User-Level-Threads für Linux offenlegen.
Das Linux-Kernel-Team hat sich darauf geeinigt, für einige rassistisch vorbelastete und ungenaue Begriffe aus der Kernelentwicklung künftig neutralere Vokabeln zu verwenden. Begründet wird die Änderung auch mit technischen Argumenten.
Das KernelCI-Projekt hat die Ergebnisse einer Umfrage unter Kernel-Entwicklern und -Maintainern veröffentlicht. Eine Haupterkenntnis: Per Mailingliste zugesandte Patches vor dem Einpflegen (automatisiert) zu testen, könnte sinnvoll sein.
Linus trennt sich nach 15Â Jahren von seiner Intel-Maschine, ein von Microsoft angebotener Treiber stiftet Verwirrung, und es gibt Beef zwischen BPF- und LSM-Entwicklern.
Werkzeuge, die auf dem erweiterten Berkeley Packet Filter basieren, ermöglichen Performance-Messungen direkt im Kernel.







