Mitunter weiß selbst Kernelvater Linus Torvalds nicht mehr so genau, was sein Sprössling alles so treibt. Das erfährt er jedoch spätestens dann, wenn jemand schreit, weil ein gerade entferntes Feature die eigene Software lahmlegt.
Kernel
Linus Torvalds hat den Linux-Kernel 4.11 freigegeben, der unter anderem Neuerungen in Sachen Performance und Sicherheit mitbringt.
Zu den wesentlichen Neuerungen von Linux 4.11 gehört der frisch eingeführte Systemcall "statx()", der den Abgleich von Daten über Netzwerkdateisysteme optimiert. Der moderne Scheduler BFQ soll hingegen Zugriffe auf Datenträger beschleunigen.
Linus Torvalds hat angekündigt, die Kernelversion 4.11 um eine Woche zu verschieben. Schuld seien einige nervige Änderungen am Powermanagement.
Geschichtete Dateisysteme bilden eine wichtige Basistechnik für Container und verhelfen dem Flashspeicher von eingebetteten Systemen zu längerem Leben. Ihre jetzige Reife und Einsatzfähigkeit haben sie erst nach Jahrzehnten der Entwicklung erreicht – warum das so ist, erklärt die Kern-Technik.
Mit der neuen Version 4.8 bringt die BSD-Variante DragonFLY BSD EFI-Boot-Support im Installer mit.
Die Bibliothek Libinput kontrolliert und verwaltet angeschlossene Eingabegeräte, wie Mäuse und Touchpads. Die jetzt freigegebene Version 1.7 erkennt neuerdings auch Schalter.
Der Code-Autorschaft im Kernel widmet sich eine Studie, die kürzlich erschienen ist. Sie betrachtet die Autorenentwicklung in einer historischen Perspektive und kommt zu verschiedenen Erkenntnissen.
Den ersten Release Candidate für den Kernel 4.10 veröffentlichte Linus Torvalds zwei Wochen nach dem Öffnen des Merge Window – ohne fröhliches "Hohoho", doch auch ohne Rute – pünktlich zu Weihnachten.
Am 19. Januar 2038 kommt es zu einem Überlauf bei Systemen, die die Unixzeit etwa über "time_t" als vorzeichenbehaftete 32-Bit-Ganzzahl definiert haben. Die Glibc-Entwickler haben nun einen Plan erarbeitet, wie das Problem wirkungsvoll angegangen werden kann.
Beim Open Source Leadership Summit hat Linus Torvalds Jim Zemlin von der Linux Foundation im Interview auf seine unverblümte Art die Vorzüge von Open-Source-Entwicklung beschrieben.
Bereits zu Weihnachten erschien der erste RC von Linux 4.10, nun ist der Kernel offiziell fertig. Fortschritte gibt es im Umgang mit abhängigen Treiber, Intel liefert Code für vGPUs und F2FS unterstützt ZBC-basierte Laufwerke.
Das System Tracing and Profiling Framework, kurz Systemtap, kann den Linux-Kernel im laufenden Betrieb untersuchen. In der neuen Version lassen sich in der Skriptsprache von Systemtap-Proben für Python-Funktionen zuordnen.
Mit Version 2.25 der GNU C Library (Glibc) hält neben weiteren neuen Features der Systemaufruf getrandom() Einzug in die Bibliothek.
Wer auf seinem Desktop einen Wildpark mit exotischen KVM-Gastsystemen hegen und pflegen möchte, verwaltet ihn am besten mit Hilfe grafischer Frontends – sie erleichtern es, die performanten und Kernel-nahen virtuellen Maschinen zu päppeln. Die Bitparade schaut den Helfersystemen auf die Finger.







