Nach einem turbulenten Releasezyklus hat Linus Torvalds am Sonntag mit zwei Wochen Verspätung Linux 4.15 veröffentlicht. Neben den ersten Reparaturen für Meltdown und Spectre sind unter anderem Patches für AMDs Display-Core-Code im Kernel gelandet.
Kernel
Die CPU-Bugs Spectre und Meltdown halten die Kernel-Entwickler weiterhin in Atem. Linus Torvalds schiebt noch eine weitere RC für Kernel 4.15 ein und kritisiert zugleich Intels Spectre-Patches recht deutlich. Greg Kroah-Hartman erklärt, wie Nutzer gepatchte Kernel erkennen.
Laut Greg Kroah-Hartman versuchen zahlreiche "überarbeitete, schlecht gelaunte, unausgeschlafene und generell angepisste Kernel-Entwickler" alles, um die Probleme mit Meltdown und Spectre, die sie selbst nicht verursacht haben, zu beheben. Sein Blogbeitrag gibt ein Update zum Stand der Dinge.
Ungefähr 1000 Changesets mehr als im Vorgänger stecken im ersten Release Candidate von Kernel 4.15. Diese gehen vor allem auf AMD-Patches zurück: Linux unterstützt endlich AMDs neue Vega-Grafikkarten mit dem freien AMDGPU-Treiber. Mit im Gepäck: Support für HDMI 2.0 und Displayport 1.4.
Auf der ersten Seite der DVD wartet diesmal ein frisches Linux Mint 18.3 auf Anwender, auch Videos von der Kernel-Entwickler-Veranstaltung Kernel Recipes finden sich hier. Die andere Seite liefert einen Docker-Container mit Deepo, ein E-Book über sichere Webanwendungen und einiges mehr.
Unter der Bezeichnung Puppy Linux erscheinen mehrere extrem schlanke Distributionen, die sich vor allem für schwachbrüstige Rechner empfehlen. Die Entwickler haben jetzt die Variante namens Xenialpup in der neuen Version 7.5 freigegeben.
Auf dem Open Source Summit Europe Ende Oktober in Prag diskutierte Kernel-Chef Linus Torvalds mit Dirk Hohndel über Kernel-Fuzzy-Tests und den Maintainer-Mangel. Torvalds Arbeitgeber, die Linux Foundation, veröffentlichte derweil zwei offene Datenlizenzen und Statistiken zum Kernel.
Sicherheitslücken im Kernel bleiben oft überraschend lange unentdeckt. Die Kernelhacker-Initiative Kernel Self-Protection hat das Ziel, durch zusätzliche Features Angreifern ihr Tun zu vergällen, und wenn doch welche durchdringen, die Folgen abzumildern. Eine kleine Inspektionsreise ins Zentrum...
Weit über 100 Kernelthreads treiben ihr Wesen auf jedem normalen Linux-System. Das Gewusel wirft Fragen auf, die zu beantworten sich diese Kern-Technik zur Aufgabe macht. Um das Credo gleich vorwegzunehmen: Masse ist hier ausnahmsweise Klasse.
Nicht alle LTS-Versionen des Kernel erhalten automatisch sechs Jahre Support, stellte ein Linux-Foundation-Entwickler auf Google Plus klar.
Intels Hardware Accelerated Execution Manager (Haxm) ist nun quelloffen unter der BSD-3-Klausel-Lizenz. Auf dem Kernelmodul basiert vor allem ein Qemu-Beschleuniger.
Später als erwartet hat Linus Torvalds am Sonntag die Linux-Version 4.14 LTS offiziell veröffentlicht. An prominenter Stelle erwähnte er dabei den 0-Day Robot, der Teil eines neuen Testinfrastruktur ist.
Im USB-Subsystem des Linux-Kernel laufen offenbar eine ganze Reihe von Dingen schief. Mit einem manipulierten USB-Stick sind solche Systeme unter Umständen angreifbar.
Die Linux Foundation hat beim Open Sorce Summit in Prag den Linux Kernel Development Report 2017 angekündigt. Der grob im Jahresrhythmus veröffentlichte Report beleuchtet die Entwicklungsprozesse, die Beteiligten und die Arbeit am laut Stiftung „größten Gemeinschaftsprojekt in der...







