Langzeitkernel 4.14 ist fertig

Linux-Kernel

Später als erwartet hat Linus Torvalds am Sonntag die Linux-Version 4.14 LTS offiziell veröffentlicht. An prominenter Stelle erwähnte er dabei den 0-Day Robot, der Teil eines neuen Testinfrastruktur ist.

Als Torvalds eine RC8 für den aktuellen Kernel veröffentlichte, wurde bereits klar, dass es diesmal länger dauert. Laut Torvalds gab es zwar eine groben Probleme, aber einige Änderungen mussten die Entwickler zurückdrehen. Dass es sich bei Kernel 4.14 um eine Version mit Langzeit-Support handelt, in die Unternehmen gern ihre Neuerungen einbringen möchten, dürfte einem schnellen Abschluss nicht geholfen haben.

Eine Folge: Der zweite Teil des nun eröffneten Merge Window fällt laut Torvalds Releasemitteilung in seinen Familienurlaub um Thanksgiving, weshalb er hoffe, dass die Entwickler ihren Code möglichst früh schicken. Da der Kernel-Entwicklungszyklus nicht in Stein gemeißelt sei, gebe es für ihn aber mehrere Optionen, mit der Situation umzugehen: Von einem harten Schnitt bis zu einer Verlängerung des Merge Window sei alles möglich. Alles in allem wünsche er sich aber für Kernel 4.15 einen ruhigeren Zyklus als den für Version 4.14.

Kernel 4.14 bringt unter anderem mehr adressierbaren Speicher, das neue Kompressionsverfahren Zstandard und ersten Code für NVMe Multipathing. Eine besonderes Lob wert war Torvalds der 0-Day Robot: Er gehört zu einer Testinfrastruktur, an der mehrere Kernelentwickler seit einiger Zeit arbeiten. Die Infrastruktur durchforstet den Entwicklungskernel vor allem auf Regressionen, und anderem mit Hilfe von permanenten Performance-Tests und meldet Verschlechterungen dann an die Entwickler. Laut Linus funktioniere das inzwischen ziemlich gut, auch wenn der Bot nicht alle Fälle abfange.

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