Linux Mint 22.1 ist fertig

Das Team von Linux Mint hat Version 22.1 mit dem Codenamen Xia veröffentlicht.

Das Team von Linux Mint hat Version 22.1 mit dem Codenamen Xia veröffentlicht. Xia ist eine Version mit Langzeitunterstützung, die bis 2029 gepflegt wird.

Die neue Ausgabe kommt wie gewohnt in den unterschiedlichen Desktop-Formaten Cinnamon, Xfce und Mate. Die Distribution baut auf Ubuntu 24.04 LTS Noble Numbat auf.

Als eines der wichtigsten Projekte in Linux Mint 22.1 bezeichnen die Entwickler die Überprüfung und Modernisierung der APT-Abhängigkeiten. Das Ziel war es, veraltete Komponenten zu bereinigen, zu rationalisieren und einen schlanken, zukunftssicheren Satz von Paketmanagement-Tools und Bibliotheken zu erstellen, berichtet das Projekt.

APT sei nicht nur ein Kommandozeilenprogramm, sondern ein robustes Ökosystem von Tools (wie Synaptic, GDebi und apturl) und Bibliotheken (wie aptdaemon und packagekit), die die Anwendungen von Mint unterstützen. Viele dieser Tools seien zwar noch funktional, wurden aber vor über einem Jahrzehnt entwickelt und werden nicht mehr weiterentwickelt. Linux Mint, Ubuntu und Debian haben sie zwar im Laufe der Jahre gepatcht, aber ihr veraltetes Design und ihre begrenzten Funktionen führten zu anhaltenden Problemen und Innovationshemmnissen. Um dieses Problem zu lösen, hat Linux Mint auf Aptkit und Captain umgestellt, heißt es weriter. Aptkit ersetzt aptdaemon und bietet eine optimierte Bibliothek für Paketverwaltungsvorgänge mit aktualisierten Funktionen. Captain vereinigt die Funktionen von GDebi und apturl in einem einzigen, einfach zu bedienenden Dienstprogramm.

Nutzer können nun einen Energiemodus wählen um ein Gleichgewicht zwischen Energieeinsparung und Leistungsoptimierung herstellen zu können. Zur Wahl stehen der Energiesparmodus, der die Leistung einschränkt um Energie zu sparen und der Ausgewogener Modus, der die Leistung an die Bedürfnisse anpasst. Auf unterstützten Systemen ist ein zusätzlicher Leistungsmodus verfügbar.

Sichtbare Änderung ist auch die Umstellung auf eine modernere, schlankere Version der Ubuntu-Schriftfamilie, die jetzt standardmäßig ausgeliefert wird, heißt es in den Release Notes. Wem die neue Schrift nicht behagt, kann zu den alten Schriftarten zurückkehren, indem er das alte Schriftartenpaket herunterlädt und Aktualisierungen für dieses Paket ablehnt.

Linux Mint kommt jetzt auch ohne ZFS-Unterstützung. Die wurde aus dem Installationsprogramm entfernt, weil sie kaum genutzt wurde, dafür aber einen erheblichen Arbeits- und Wartungsaufwand erforderte, um ordnungsgemäß getestet und unterstützt zu werden.

Der Download ist momentan nur über bereits damit bestückte Spiegelserver möglich, sollte aber demnächst auch über die Downloadbereiche von Linux Mint funktionieren.

 

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