Bayern rühmt sich gern, ein Freistaat zu sein und steht im Verdacht, häufig lieber sein eigenes Ding zu machen als mit nördlichen Bundesländern zu kooperieren. Drei Beispiele zeigen, wie es auch anders gehen kann.
Limux
Der Münchner Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 5. März beschlossen, dass die Stadt München bei der Beschaffung und Eigenentwicklung von neuer Software zukünftig auf Open Source-Lösungen setzt. Den Antrag hatten die Fraktionen der Grünen, der Rosa Liste und SPD/Volt im vergangenen Herbst gestellt.
Die Geschichte der Stadt München und freier Software war in letzter Zeit von Niederlagen geprägt. Die Stadt rückte für ihre Verwaltung vom eigenen Linux namens Limux ab. Aus einem Vorzeigeprojekt wurde ein Rückfall zu Microsoft. Jetzt fordern die Stadtratsfraktionen Die Grünen, Rosa Liste und...
Die Koalition aus Grünen und SPD im Münchner Stadtrat hat ihren Koalitionsvertrag verabschiedet. Dort wird unter anderem der Einsatz von mehr freier Software festgeschrieben. München war bis zur Wahl von Stadtrat und Oberbürgermeister in diesem Frühjahr mit einer Kooperation von SPD und der CSU...
Eine Doku der ARD schlug in der vergangenen Woche Wellen: Unter dem Titel "Das Microsoft-Dilemma - Europa als Software-Kolonie" führten der Journalist Harald Schumann mit seinem Recherche-Team InvestigateEurope den Nachweis, dass Open-Source-Alternativen zu Microsoft oft an geistiger...
Auf Bundesebene wird ja nun offenbar doch wieder die Möglichkeit einer Großen Koalition diskutiert. Die hätte eine satte Mehrheit. Doch auch das kann verheerende Folgen haben, wie man jüngst in München studieren konnte: Dort wischte eine große SPD-CSU-Koalition mit ihrer Mehrheit alle Bedenken...
Die Stadt München kehrt dem eigens für die Stadtverwaltung entwickelten Linux-Client Limux den Rücken. Eine Kostenschätzung der Stadtverwaltung sieht die Ausgaben für Windows- und Microsoft-Office-Lizenzen nebst Softwareverteilung und Management-Aufgaben bei rund 30 Millionen Euro liegen.
Der Münchner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung mit der Mehrheit von SPD und CSU die Rückkehr zu Windows beschlossen. Der Umzug soll bis 2020 erfolgen.
Überraschend selbstkritisch fragt der Präsident der Free Software Foundation Europe, Matthias Kirschner, ob und wodurch die Community zum Scheitern von Limux beigetragen hat. Als Konsequenz ändert die FSFE ihre Kampagnentaktik.
In seiner Vollversammlung am 15. Februar hat sich der Münchner Stadtrat mit den Stimmen der schwarz-roten Mehrheit entschieden, die Umstrukturierung der städtischen IT prüfen zu lassen. Der Beschluss sieht vor, dass die Umstellung auf Windows-Clients und marktübliche Office-Programme geprüft...
Bis 2021 soll in München die Nutzung von Linux als Client-System beendet werden. Stattdessen soll wieder komplett auf Windows gesetzt werden. Das fordern die regierenden Stadtratsfraktionen von CSU und SPD in der bayerischen Landeshauptstadt und könnten damit das Ende von Limux besiegeln.
Die Stadt München trägt mittlerweile eine Menge Code und Bugfixes zu Open-Source-Projekten bei, schreibt das Open Source Oberservatory.
Ein Sturm tobt derzeit um das Linux-Vorzeigeprojekt Limux. Von einem Geheimabkommen mit Microsoft, Missmanagement, Intrigen, Ablenkungsversuchen und davon, dass ein funktionierendes Beispielprojekt sturmreif geschossen werden soll, haben Insider dem Linux-Magazin berichtet.
Nach Anfragen von Die Grünen/Rosa Liste und den FDP-HUT-Piraten haben jetzt auch die AfD und erneut die Grünen Nachfragen bei den Münchner Bürgermeistern gestellt. Vor allem die AfD nimmt sich dabei der stets dementierten Frage an, ob es vor der Wahl der neuen Stadtoberhäupter einen Deal mit...
Der Münchner Oberbürgermeister Reiter gibt an, es gehe in seiner Kritik an der Münchner IT nicht in erster Linie um das Betriebssystem.





