Das Perl Object Environment versetzt ein Skript in die Lage, intern kooperatives Multitasking ohne Zutun des Betriebssystem-Schedulers zu betreiben. Das Beispiel für eine POE-Anwendung ist ein simpler, aber ruckfrei operierender Aktienticker. Der grafischen Oberfläche verleiht GTK ein Gesicht.
Kernel
Auch im vergangenen Monat hat sich viel getan in der Welt der freien Software. Wir haben die Leckerbissen herausgepickt: Das IDS Samhain, Linux auf dem Linksys WRT54G Wireless Router sowie Updates für Debian GNU/Linux Woody. Feinschmecker bekommen diesmal türkisches Lahmacun.
Dateien weitergeben ist in jeder Hinsicht das ureigene Ziel freier Software - der Protokollklassiker FTP (File Transfer Protocol) löst diese Aufgabe sehr effizient. Bevor ein Admin diesen Server einrichtet, sollte er aber einiges über die Hintergründe wissen.
Die Geräteklasse der Blockdevices bildet die Grundlage für Filesysteme. Diese Kern-Technik-Folge erklärt die Treiberkomponenten und zeigt die Implementierung einer RAM-Disk als Beispiel für das neue Blockgeräte-Interface in Kernel 2.6.
Unsichtbar und zuverlässig sollen die vier Journaling-Dateisysteme sein, die im Kernel 2.6 zur Wahl stehen. Ext 3, JFS, Reiser und XFS übertreffen Ext 2 in puncto Performance und fragmentieren weniger schnell. Dank des Journals sind abgestürzte Rechner zudem schneller wieder einsatzbereit.
Dateisysteme lassen sich ebenso wie Schüler an der Lese- und Schreibleistung messen. Das Linux-Magazin veranstaltet eine Abschlussprüfung für die Dateisysteme Ext 2/3, JFS, ReiserFS und XFS.
Formatierprogramme erledigen längst mehr als nur das Installieren von Dateisystemen. Wie gut sortierte Werkzeugkästen liefern sie für jede Aufgabe das richtige Helferlein. Wer die Performance steigern will, kitzelt über Mount-Optionen das letzte Stückchen Leistung aus Ext 3, JFS, ReiserFS oder...
Ganze Filesysteme verschlüsseln schützt deren Daten auch, wenn jemand die Festplatte klaut oder den Rechner von Diskette bootet. Während Suse-Anwender bereits bei der Installation die Verschlüsselung aktivieren können, ist bei anderen Distributionen etwas Handarbeit angesagt.
Die EIDE-Festplatten in vielen Linux-Rechnern bleiben weit hinter ihrer Leistungsfähigkeit zurück. Mit Hdparm löst der Anwender die von den gängigen Distributionen eingestellte Handbremse.
Wenn die Festplatte wieder einmal voll ist, möchte man am liebsten einfach eine zweite nahtlos einfügen. Der Logical Volume Manager erfüllt diesen Wunsch, er fasst mehrere Blockdevices zu einem homogenen Speicherpool zusammen, der sich leicht erweitern lässt.
Seit Sommer 2001 läuft Linux auch auf der PowerPC-basierten I-Series-Familie von IBM. Die graue Maus unter den Servern wird damit zunehmend attraktiver. Bisher hat diese Lösung jedoch mehr Anklang bei Softwarehäusern als bei Kunden gefunden. Eine Bestandsaufnahme.
Das Buch "C und Linux" richtet sich an angehende Programmierer, die lernen wollen mit der Sprache C unter Linux zu programmieren. Es deckt ein breit gefächertes Spektrum an Themen ab. Das englischsprachige Buch "Linux Toys" stellt 13 Anwendungsbeispiele für Linux-Systeme vor.
Ähnlich wie Köche arbeiten auch Softwareautoren an immer neuen Kreationen für die Benutzer. Wir picken die Leckerbissen heraus. Diesmal: Free Priority, das Windows-NT-kompatible Betriebssystem React OS, "Software in the Public Interest" sowie Ärger bei GNU Hurd. Die Feinschmecker...
Fehler in der Speicherverwaltung sind mit einem normalen Debugger kaum zu entdecken. Hilfe versprechen Mpatrol und Valgrind: Die Malloc-Debugger überwachen jede Memory-Aktion und warnen den Entwickler, wenn sein Programm Speicherlücken zurücklässt oder neben dem erlaubten Bereich schreibt.
Mit dem neuen Kernel hält ACPI auf relativ breiter Front in Linux Einzug. Die vereinheitlichte Hardware- Konfiguration ist schon aus dem Kernel 2.4 bekannt, beim Powermanagement kommen aber gleich mehrere Schlafmodi hinzu.














