Wir tischen wieder Heißes aus der freien Softwareküche auf: Linux und Digitalkameras sowie 54-MBit- WLAN-Karten, Debians Referendum zu Non-Free, Colin Watsons neuer Plan zur Sarge-Release, Ärger mit Debians Gnome-Paketen und Martin Michlmayrs Wiederwahl. Als Nachtisch gibt's rote Grütze.
Kernel
Fertige Bibliotheken nehmen Programmierern Arbeit ab. Auch der Kernel bietet Hilfsfunktionen, obwohl er keinen Zugriff auf Libraries wie die Glibc hat. Von der Stringumwandlung bis zur Listenverwaltung findet sich allerlei Nützliches, das dieser Artikel erklärt und übersichtlich auflistet.
Beim Booten startet ein typisches Linux-System zahlreiche Hilfsprogramme. Sie konfigurieren das System und initialisieren Dienste, die fortan im Hintergrund laufen. Init fungiert als Mutter all dieser Prozesse und ist bei den meisten Linux-Distributionen und Unix-Systemen ähnlich aufgebaut.
Die von SCO initiierte Klagewelle kann dazu führen, dass die Beklagten die Unix-Prozesse aus längst vergangenen Zeiten noch einmal aufrollen. Dort erwarten SCO unliebsame Überraschungen.
Aus Platz- und Übersichtsgründen lagert der Kernel seine Funktionalität größtenteils in Module aus. Dieser Vorgang lässt sich über Parameter fein einstellen. Linux 2.6 bietet Typsicherheit für Modulparameter und erlaubt es dem Kernelprogrammierer, dafür eigene Datentypen zu verwenden.
Er ist kleiner als ein Feuerzeug, trotzdem verwandelt der Firestick jeden PC in eine Firewall. Der Rechner benötigt zwei Netzwerkkarten und muss vom USB-Stick booten, CD-ROM und Festplatte sind überflüssig. Der Praxistest zeigt Stärken und Schwächen dieser Neuentwicklung.
Ähnlich wie Köche arbeiten auch Software-Autoren an immer neuen Kreationen. Wir picken die Leckerbissen heraus: IRC im Detail, Apples I-Pod und sein Verhältnis zu Linux sowie Debians Vorgehensweise bei der AMD64-Plattform. Gourmets verwöhnen wir diesmal mit Reis der besonderen Art.
Zeitserver sind die Taktgeber in Netzwerken. Ohne sie schlägt die Synchronisation von Datenbanken fehl oder NFS-Exports kommen wegen unterschiedlicher Zeiten durcheinander. Dabei ist es ganz einfach, einen Dienst aufzusetzen, der allen Maschinen im Netzwerk dieselbe Zeit zur Verfügung stellt.
Auf einem typischen Unix-Computer verrichten mindestens 30 Prozesse gleichzeitig ihre Arbeit. Oft müssen sie miteinander kommunizieren. Die bekannteste Methode hierfür sind Signale, die auch Benutzer per »kill«-Kommando absetzen können.
Eindringlinge an ihren Spuren erkennen - das ist das Ziel des Advanced Intrusion Detection Environment. In einer Datenbank hinterlegt AIDE die Attribute und kryptographischen Prüfsummen wichtiger Files und Verzeichnisse. So bemerkt es jede nicht autorisierte Änderung und schlägt Alarm.
Immer mehr Hersteller setzen in ihren Geräten auf Embedded Linux. Auch die boomende Telematik-Sparte hat Linux als Alternative erkannt. Eine kleine Firma in Südbayern nutzt die freie Software, um mit ihrem Telematiksystem für Winterdienste den Großen in der Branche Konkurrenz zu machen.
USB hat die klassische serielle Schnittstelle als Allround-Interface abgelöst und macht mit Version 2.0 den Highspeed-Bussen Konkurrenz. Kernel 2.6 unterstützt schon ein breites Spektrum an Hardware und hilft unbekannte USB-Geräte direkt zu programmieren.
Das Perl Object Environment versetzt ein Skript in die Lage, intern kooperatives Multitasking ohne Zutun des Betriebssystem-Schedulers zu betreiben. Das Beispiel für eine POE-Anwendung ist ein simpler, aber ruckfrei operierender Aktienticker. Der grafischen Oberfläche verleiht GTK ein Gesicht.
Ganze Filesysteme verschlüsseln schützt deren Daten auch, wenn jemand die Festplatte klaut oder den Rechner von Diskette bootet. Während Suse-Anwender bereits bei der Installation die Verschlüsselung aktivieren können, ist bei anderen Distributionen etwas Handarbeit angesagt.
Die EIDE-Festplatten in vielen Linux-Rechnern bleiben weit hinter ihrer Leistungsfähigkeit zurück. Mit Hdparm löst der Anwender die von den gängigen Distributionen eingestellte Handbremse.














