Das KDE-Projekt hat eine neue Version seiner Desktop-Umgebung Plasma veröffentlicht. Besonders viele Änderungen hat die Softwareverwaltung Discover erhalten, die jetzt unter anderem auch die Firmware des Computers aktualisieren kann.
Die Softwareverwaltung spannt dabei im Hintergrund das Werkzeug “fwup” ein. Des Weiteren dürfen Anwender die Programme nach Release-Datum sortieren und ihre Abhängigkeiten einblenden. Discover präsentiert jetzt eine Warnung, sofern eine Aktualisierung andere Pakete ersetzt.
Auch beim Umgang mit neuen Paketformaten hat Discover hinzugelernt: Versucht der Nutzer ein einzelnes Flatpak-Paket zu installieren, während das zur Installation notwendige Flatpak-Backend noch nicht installiert ist, schlägt Discover automatisch die Installation des Backends vor. Discover unterstützt zudem ab sofort Snap Channel.
Abschließend bringt die Softwareverwaltung zahlreiche kleine Verbesserungen in der Bedienung mit. So deaktiviert es den Aktualisieren-Button solange, bis die Suche nach Updates beendet ist.
Neu an Bord ist ein Widget, über das Anwender bei mehreren angeschlossenen Monitoren schnell die Anordnungen der Bildschirme ändern können. So genügt etwa ein Mausklick, um den Desktop über alle angeschlossenen Monitore zu verteilen. Steht eine Präsentation an, schaltet ein weiterer Mausklick in ein passendes Layout um.
Im Widget für die Lautstärkeregelung können Anwender die angeschlossenen Lautsprecher testen. Das Netzwerk-Widget funktioniert wieder für SSH-VPN-Tunnel. Das Breeze-Widget-Theme bietet einen verbesserten Schattenwurf.
Das Startmenü (Kickoff) wechselt jetzt die Register, sobald sie der Anwender mit der Maus überfährt. Der Sperrbildschirm erlaubt nun, den Nutzer zu wechseln. Dies soll neben der Usability auch die Sicherheit verbessern. Ergänzend warnt Plasma beim Abmelden, wenn noch andere Nutzer aktiv sein sollten.
Der Taskmanager bietet eine bessere Kompatibilität mit LibreOffice. Der Systemmonitor wiederum offeriert ein neues Menü, über das sich schnell wichtige Werkzeuge starten lassen – wie etwa die Konsole. Anwender können verschlüsselte Dateien aus einem Plasma Vault importieren.
In Plasma lässt sich ein globales Menü aktivieren, das ähnlich wie unter MacOS funktioniert. Dieses Menü kann in der neuen Version auch mit GTK+-Anwendungen umgehen.
Unter dem designierten X11-Nachfolger Wayland funktioniert jetzt der Datenaustausch über die Zwischenablage zwischen GTK- und Nicht-GTK-Anwendungen. Des Weiteren haben die Entwickler die zwei Schnittstellen XdgShell und XdgOutput implementiert sowie viele Effekte des Fenstermanagers KWin überarbeitet.
Abschließend gab es wie immer zahlreiche Fehlerkorrekturen. Wer das neue Plasma 5.14 ausprobieren möchte, kann dies mit dem aktualisierten Live-System von KDE Neon. Darüber hinaus stellen die KDE-Entwickler Docker-Images bereit. Alle weiteren Informationen fasst die offizielle Ankündigung zusammen.




