Mit der Version 1.54.0 der Programmiersprache Rust hatten die Entwickler unter anderem die WebAssembly-Plattform im Blick. Die Stabilisierung einiger Funktionen der wasm32-Plattform ermögliche nun den Zugriff auf die SIMD-Anweisungen in WebAssembly, heißt es in der Ankündigung.
Webassembly
Das eigentlich als Browserprojekt gestartete Webassembly (Wasm) wird von der Bytecode Alliance offiziell auch für den Einsatz außerhalb des Webs vorangetrieben. Die Alliance hat nun Version 0.28 von Wasmtime veröffentlicht, der Laufzeitumgebung für WebAssembly.
Zwar ist Firefox mehrheitlich in C und C++ geschrieben Diese Sprachen sicher zu nutzen, sei aber laut einem Blogpost der Entwickler "notorisch schwer". Eine Webassembly-Sandbox soll Besserung bringen.
Die FOSDEM feierte 2020 ihren zwanzigsten Geburtstag mit einem Feuerwerk an Vorträgen. Darin ging es um Kernel-Neuerungen, Open Source in der Lebensmittelindustrie, Live-Migrationen mit Webassembly und vieles andere mehr.
Der finnische Entwickler Timo Savola hat auf der Fosdem sein Gate-Projekt vorgestellt. Das erlaubt dank Webassembly Live-Migrationen von Anwendungen zwischen verschiedenen Plattformen und unterstützt aktuell Linux, ARM64 und Android.
Die Entwickler von Wasm3 haben eine erste Release ihres in C geschriebenen Webassembly-Interpreters unter der MIT-Lizenz auf Github veröffentlicht.
Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die Webassembly Core Specification als offiziellen Web-Standard anerkannt.
Mozilla, Fastly, Intel und Red Hat sind die Gründungsmitglieder der neuen Bytecode Alliance. Die Community will Stiftungen rund um Webassembly und das Webassembly System Interface aufbauen und die Runtime aus dem Browserumfeld holen.
Fastly hat mit Lucet einen nativen Webassembly-Compiler und -Runtime unter eine Open-Source-Lizenz gestellt. Die soll Webassembly auch jenseits des Browsers nutzbar machen.
Wasmjit soll als Modul für den Linux-Kernel zum Einsatz kommen und als Runtime mit Emscripten generierte Webassembly-Module ausführen.
Die TU Darmstadt hat mit Wasabi ein dynamisches Analyse-Framework für Webassembly geschrieben. Die unter MIT-Lizenz stehende Software erlaubt es Entwicklern, Analysecode in Wasm-Binärprogramme einzubauen.
Laut Mozilla-Entwickler Benjamin Bouvier funktionieren Webassembly-Aufrufe über Javascript-Code mittlerweile deutlich zügiger. Dafür haben Bouvier und seine Kollegen unter anderem die C++-Zwischenschicht entfernt und zugleich den Speicherbedarf optimiert.
Ein chinesischer Student hat auf Github ein neues Projekt namens Cervus gestartet, um ein Webassembly-Subsystem für den Linux-Kernel zu bauen.
Qt-Anwendungen können dank Webassembly demnächst im Browser laufen, einige Seiten zeigen bereits Beispiele. Aber es gibt auch noch Hindernisse.
Damit sich das neue Bytecode-Format fürs Web, Webassembly, durchsetzt, brauchen Entwickler dafür die richtigen Werkzeuge. Die Online-IDE Webassembly Studio von Mozilla soll genau das bieten und unterstützt experimentell die Sprachen C, C++ und Rust.




