Ein defektes Flatpak-Paket in einem Fedora-Repository löste einen medienwirksamen Streit aus. Und obendrein eine handfeste Debatte, ob Distributoren eigene Flatpak-Pakete erstellen sollten.
Flatpak
Vor rund einer Woche eskalierte ein Streit zwischen den OBS-Studio-Entwicklern und dem Fedora-Projekt um ein Flatpak-Paket. Beide Parteien haben sich jetzt zusammengesetzt und wollen das Problem gemeinsam lösen.
Fedora bietet in einem eigenen Flatpak-Repository ein defektes Paket der Videosoftware OBS Studio an. Das wiederum führte erst zu Diskussionen und schließlich der Androhung von rechtlichen Schritten.
Nach etwas über zwei Jahren liegt Flatpak in einer neuen stabilen Version vor. Die verbessert den Umgang mit USB- und Eingabegeräten, die Integration von Wayland sowie die Barrierefreiheit. Obendrauf zeigt Flatpak 1.16 den Installationsfortschritt anders an.
Bislang unterstützten einige Ubuntu-Derivate wie Kubuntu und Xubuntu das Flatpak-Paketformat von Haus aus. Ab der kommenden Version 23.04 ist dies jedoch Geschichte. Dann konzentrieren sich zumindest die offiziellen Derivate vollständig auf DEB- und Snap-Pakete.
Die neue Flatpak-Version ergänzt Parameter und weist Anwender auf veraltete Runtime Extensions hin. Darüber hinaus gibt es einen neuen Key in den „flatpakref“- und „flatpakrepo“-Dateien.
Wer sich von Canonicals Snap-Format verabschieden und lieber zu Flatpak-Paketen wechseln möchte, dem hilft ein neues Shell-Skript namens Unsnap. Dessen Anwendung ist allerdings noch mit Vorsicht zu genießen.
Wer Programme als Flatpak-Paket auf seinem System installieren möchte, kommt nicht um das Repository Flathub herum. Derzeit gibt es dort alle Anwendungen noch kostenlos, zukünftig sollen Entwickler aber auch kostenpflichtige Apps anbieten können.
Die Entwickler der Paketverwaltung Flatpak haben eine neue Version 1.8.0 freigegeben, die neben Fehlerkorrekturen auch einige Änderungen aufweist. Unter anderem liefert Flatpak seinen Apps jetzt immer die aktuellen Zeitzonendaten des Host-Systems.
Der Firefox-Browser von Mozilla liegt jetzt als Flatpak-Paket vor, was die Installation von neueren Versionen auf einigen Linux-Systemen vereinfachen soll. Des Weiteren haben die Entwickler Änderungen an der Adressleiste vorgenommen.
Die neue Version 5.1 der Distribution Elementary OS liefert zahlreiche Detailverbesserungen. Unter anderem haben die Entwickler den Login-Bildschirm überarbeitet. Obendrauf gibt es Verbesserungen in den Systemeinstellungen und bei der Accessibility.
Die Macher der Distribution Zorin OS haben ihre „Lite“-Variante für schwachbrüstige und ältere Systeme überarbeitet. Als Desktop-Umgebung kommt Xfce 4.14 zum Einsatz, das die Entwickler insbesondere optisch angepasst haben.
Die vor allem für Computer in Entwicklungsländer ausgelegte Distribution Endless OS nutzt jetzt die aktuellen Pakete aus Debian Buster und somit dem kommenden Debian 10. Die meisten Komponenten der Desktop-Umgebung Gnome haben die Entwickler auf die Version 3.32 gehoben.
Flatpak 1.2 verbessert in erster Linie den Umgang mit der Kommandozeile. Die Macher des Paketmanagers haben aber auch am Lifecycle-Management gearbeitet.
Mit der Veröffentlichung von Flatpak 1.1.0 im neuen unstable Zwei des alternativen Paketformats zielen die Entwickler auf die stabile Version 1.2, die noch in diesem Jahr erscheinen soll.







