In dem Bundesland sollen künftig bis zu 500.000 Personen ein Matrix-Chat-System nutzen können. Das ist Teil der Open-Source-Strategie.
In Kooperation mit der Hansestadt Hamburg wird das Bundesland Schleswig-Holstein in Kürze damit beginnen, eine riesige Instanz des freien Matrix-Chat-Systems für seine öffentliche Verwaltung aufzubauen. Darüber berichtet das Startup Element, der Hauptsponsor des Open-Source-Projekts, der die Entwicklung von Matrix-Server und -Client vorantreibt, die nach einem Namenswechsel inzwischen auch Element heißen. Der Ankündigung zufolge könnten künftig bis zu 500.000 Personen das System der beiden Bundesländer nutzen. Der neue freie Chat-Dienst ist Teil einer großangelegten Open-Source-Strategie Schleswig-Holstein.
Eingesetzt werden soll die freie Chat-Lösung in der gesamten öffentlichen Verwaltung sowie auch in Bildungseinrichtungen, was explizit weiterführende Schulen und Hochschulen umfassen soll. Das erklärt dann auch die hohe Anzahl möglicher Clients. Das System soll offenbar möglichst zügig ausgerollt werden und dann schon im September zur Verfügung stehen.
Das Element-Team zeigt sich in seiner Ankündigung erfreut darüber, dass derartige Matrix-Instanzen in der öffentlichen Verwaltung in Europa immer mehr Verbreitung finden. So setzt etwa der französische Staat in seiner Verwaltung auf Matrix und entwickelt dafür den eigenen Client Tchap. Auch in Deutschland gibt es bereits weitere Projekte, die auf Matrix bauen, wie etwa den BWmessenger der Bundeswehr, der die bisher genutzten Lösungen ersetzen soll.
Mit der stetig wachsenden Unterstützung des Matrix-Systems in Europa durch öffentliche Verwaltungen sowie auch durch Unternehmen und Open-Source-Communitys wie Mozilla oder KDE wächst auch das Element-Unternehmen. Zuletzt stieg das WordPress-Unternehmen Automattic mit 5 Millionen US-Dollar in die Finanzierung ein. Das Startup hat damit bisher insgesamt 18 Millionen US-Dollar zur Finanzierung eingesammelt.




