Das Opensuse-Projekt hat sich für die aktuelle Version 11.2 besonders viel Zeit genommen: fast ein Jahr ist seit der Veröffentlichung von Opensuse 11.1 verstrichen.
Opensuse bringt in dieser Version erstmals einen speziell auf Desktop-Systeme zugeschnittenen Kernel. Er ist auf niedrige Latenzen optimiert (full preemtion und HZ=1000) und die Entwickler haben ein paar Features daraus entfernt, die man normalerweise nur auf Server-Systemen braucht, zum Beispiel den Gruppen-Scheduler.
Bei der Neuinstallation nutzt Opensuse 11.2 das Dateisystem Ext4 als Standard, beim Update bleibt das Dateisystem erhalten. Eine Installation auf ReiserFS oder Ext3 ist weiterhin möglich. Über einen Klick auf die Checkbox Geräte-Verschlüsselung lässt sich die Root-Partition zudem verschlüsseln. Leider hat es das Opensuse-Team auch bei dieser Version nicht geschafft, das Partitionierungsmodul so zu gestalten, dass bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln die Buttons gut sichtbar und auch lesbar sind.
Kein Update hat Novell hingegen bei Grub vorgenommen. Anders als beim neuen Ubuntu kommt weiterhin der alte Grub zum Einsatz. KDE 4 ist nun als Standarddesktop ausgewählt, eine Enntscheidung für Gnome oder XFCE ist ebenfalls möglich. Marcel Hilzinger hat sich in seinem Artikel auf unserer Schwestersite Linux-Communityausführlich mit dem neuen Opensuse beschäftigt.





























