Die neue Version von Linux Mint basiert jetzt auf Ubuntu 18.04, rückt die Backup-Funktion namens Timeshift in den Vordergrund, verbessert den Update Manager und bietet viele weitere Änderungen. Ab sofort gibt es allerdings keine Variante mit KDE Plasma-Desktop mehr.
Zwar gab es das Backup-Programm Timeshift auch schon für die vorherigen Linux-Mint-Versionen, in „Tara“ steht sie jetzt jedoch im Mittelpunkt: Die Software erstellt Schnappschüsse des kompletten Systems. Anwender können so im Fall der Fälle schnell zum letzten funktionierenden Zustand zurückkehren. Das gilt insbesondere, sollten Updates das System instabil machen.
Aktualisierungsverwaltung
Da Timeshift im Hintergrund als Sicherheitsnetz dient, schlägt ab sofort der Update Manager alle verfügbaren Updates zur Installation vor. Die ausstehenden Aktualisierungen sortiert das entsprechende Fenster nach Typ, wobei Sicherheits- und Kernel-Updates immer ganz oben in der Liste erscheinen. Updates aus fremden Repositories besitzen jetzt einen eigenen Typ und sind somit als solche in der Liste leicht zu erkennen. Fährt der Anwender mit der Maus auf ein entsprechendes Update, zeigt ihm der Update Manager die Quelle an.
Die automatische Systemaktualisierung blieb bislang erfahrenen Nutzern vorbehalten, in Linux Mint 19 lässt sie sich sehr einfach aktivieren. Des Weiteren haben die Entwickler das Kommandozeilenwerkzeug „mintupdate-tool“ durch “mintupdate-cli” ersetzt. Letztgenanntes greift nicht mehr auf “dconf” zurück, bietet bessere Optionen und soll einfacher in Skripten und im Terminal zu nutzen sein.
Kernel-Updates basieren jetzt auf Meta-Paketen, was die Deinstallation älterer Kernel via “apt autoremove” vereinfacht. Darüber hinaus unterstützt Linux Mint 19 jetzt “Lowlatency”-Kernel.
Softwareverwaltung
Der Software Manager besitzt ein angepasstes Layout und animiert die Übergänge zwischen den einzelnen Darstellungen. Die Suche arbeitet zudem flotter und asynchron, darüber hinaus dürfen Anwender auch in den Kategorien suchen. Die Fortschrittsanzeigen sollen besser lesbar sein.
Durch einen neuen, deutlich schnelleren Cache im Hintergrund behandelt der Software Manager Pakete aus APT- und Flatpak-Repositories gleich. Anwender müssen sich folglich nicht um die Unterschiede kümmern. In der Zukunft sollen den Cache auch weitere Programme nutzen. Der Software Manager unterstützt “.flatpakref” und “.flatpakrepo” Dateien. Sofern verfügbar, verrät der Software Manager die Größe und die Version von Flatpak-Anwendungen.
X-Apps
Der hauseigene Texteditor Xed wartet mit einem überarbeiteten Einstellungsfenster auf. Im Hilfe-Menü lässt sich eine Liste mit den Tastenkürzeln abrufen. Ein neues Plugin rüstet eine Autovervollständigung nach, die sich an den bereits im Text vorhandenen Wörtern und nicht an Wörterbüchern orientiert.
Auch Xreader kommt mit einem neuen Fenster für die Grundeinstellungen. Auf Wunsch zeigt der PDF-Reader die zuletzt geöffneten Dokumente in einer entsprechenden Übersicht an. Des Weiteren können Anwender die Größe der Vorschaubilder anpassen, wobei sich Xreader die entsprechenden Einstellungen für jedes Dokument merkt. Anmerkungen lassen sich löschen und die Entwickler haben die Unterstützung für das ePub-Format verbessert.
Kleinkram bei Linux Mint 19 Tara
Die neue Linux-Mint-Version bringt einen brandneuen Willkommensbildschirm mit. Sein neues Layout soll Erstanwendern die Bedienung erleichtern. Darüber hinaus haben die Entwickler die Dokumentation verbessert und aktualisiert.
Alle Mint-Tools verwenden jetzt GTK3 und unterstützen HiDPI-Bildschirme. Entfernt haben die Entwickler Gksu, alle zuvor darauf basieren Programme verwenden stattdessen Pkexec.Das Werkzeug zum Formatieren von USB-Sticks unterstützt jetzt auch das exFAT-Dateisystem.
Cinnamon
Die Cinnamon-Edition von Linux Mint 19 nutzt jetzt Cinnamon 3.8. Sie arbeitet deutlich flotter, zudem haben die Entwickler einige Flaschenhälse beseitigt. Beispielsweise stockt Nemo nicht mehr, wenn Anwender Dateien auf einen USB-Stick verschieben.
Des Weiteren lässt sich die maximale Lautstärke vorgeben, die Dateisuche in Nemo ist einfacher zu nutzen und die Benachrichtigungen sind intelligenter. Letztgenannte besitzen unter anderem einen Schließen-Button. Um Nachrichten-Spam zu vermeiden, limitiert Cinnamon zudem die von einer Anwendung produzierten Nachrichten.
Zu den standardmäßig installierten Anwendungen gehört jetzt auch Gnome Kalender, im Gegenzug muss man Pidgin manuell nachinstallieren. Die Anzeige von Log-Files übernimmt ab sofort „Gnome Log“.
Die Entwickler haben die Symbole überarbeitet, die jetzt auch dunkle Desktop-Designs besser unterstützen. Die Zeit stellt jetzt Systemd ein und nicht mehr wie zuvor Ntp und Ntpupdate.
Mate
Die Mate-Edition liefert die gleichnamige Desktop-Umgebung in Version 1.20 aus, die HiDPI-Bildschirme erkennen und die Darstellung entsprechend skalieren kann. Darüber hinaus unterstützt Mate 1.20 DRI3 and XPresent, was vor allem in Spielen die Performance verbessern soll. Fenster lassen sich jetzt in die Quadranten einpassen (Quadrant Window Tiling). Wenn ein Anwender per [Alt+Tab] den Fensterwechsler aufruft, kann er dort mit den Pfeiltasten navigieren. Zudem gibt es neue Tastenkürzel, mit denen sich die Fenster auf andere Monitore verschieben lassen.
Das Mate Terminal unterstützt Hintergrundbilder und bietet Tastenkürzel zum Wechseln von Tabs. Engrampa kann jetzt besser mit verschlüsselten 7z-Archiven umgehen.
Xfce
In der Xfce-Edition haben die Entwickler das Whisker-Menü auf Version 2.1.7 gehoben. Wie bei Cinnamon ersetzt „Gnome Log“ das zuvor genutzte „Gnome-system-logs“.
Die KDE-Edition mit Plasma 5 Desktop-Umgebung haben die Entwickler ersatzlos gestrichen. Ein Grund waren die vielen speziellen Anwendungen und Linux-Mint-Spezialitäten, die aufwendige Anpassungen an Plasma notwendig gemacht hätten.
Sämtliche Neuerungen listen die offiziellen Ankündigungen der Cinnamon-, Mate– und Xfce-Editionen auf. Linux Mint 19 versorgen die Entwickler bis 2023 mit Updates.





Nein, eine Diskussion will ich nicht beginnen, nur den Frust loswerden, das jeder der 4 Rechner bei mir zu Hause (zweimal Mint Tara, einmal Windows 10, einmal Android) das “Objekt”, also den Nachbarrechner im lokalen Netzwerk, nicht öffnen kann. Linux ist nach wie vor nur Freakware. Sehr, sehr ärgerlich das ich nun weiter mit dieser unsäglichen Monopolsoftware Windows 10 weiterarbeiten muß. da funktioniert das Heimnetzwerk sofort. Bei mir soll das Betriebssystem nicht Selbstzweck zum “Schrauben” sein sondern ein Arbeitsmittel. Bin kein Harleyfahrer, sondern stinknormaler Autofahrer. Die solls auch noch geben.