Die KDE-Entwickler haben eine neue Version ihrer Desktopumgebung freigegeben. Plasma 5.15 merzt insbesondere viele “kleinere Probleme” des Vorgängers aus. Verbessert haben die Entwickler unter anderem die Systemeinstellungen, die Integration von Nicht-KDE-Anwendungen wie Firefox sowie die Softwareverwaltung Discover.
In den Systemeinstellungen haben die Entwickler viele Seiten leicht verändert und sie besser aufeinander abgestimmt. So sollen etwa die Positionen von wiederkehrenden Buttons jetzt einheitlicher sein. Die Einstellungen zu den virtuellen Arbeitsflächen erstrahlen in einem überarbeiteten Design. Dort lassen sich auch die virtuellen Arbeitsflächen unter Wayland einrichten, die Plasma 5.15 erstmals unterstützt. In einer Wayland-Sitzung funktioniert zudem jetzt das Drag-and-Drop via Touch-Geste.
Firefox 64 kann (optional) die von KDE Plasma bereitgestellten Speichern- und Öffnen-Dialoge anzeigen. GTK- und Gnome-Apps beachten den globalen Skalierungsfaktor beim Einsatz von HiDPI-Bildschirmen, sofern der Skalierungsfaktor eine Ganzzahl ist. Des Weiteren haben die Entwickler zahlreiche Probleme mit dem Breeze-GTK-Theme eliminiert, einschließlich der Inkonsistenzen zwischen dem dunklen und dem hellen Theme.
An der Softwareverwaltung selbst haben die Entwickler viele kleine Optimierungen vorgenommen. So lassen sich alle Updates auf einen Schlag selektieren und wieder deselektieren. Die Seite mit den Einstellungen heißt jetzt „Sources“ und besitzt Schaltflächen anstelle eines Hamburgermenüs. Das Discover-Widget zeigt ab sofort eine Schaltfläche, über die Anwender ihre Distribution upgraden können. Sofern anschließend ein Neustart empfehlenswert ist, bietet das Widget auch dafür einen entsprechenden Button.
Apropos Widgets: Den Batteriestatus von Bluetooth-Geräten präsentiert das entsprechende Power-Widget („Akku und Bildschirmhelligkeit“). Die Darstellung von aufpoppenden Nachrichten haben die Entwickler verbessert. Krunnner zeigt weniger häufig doppelte Einträge an. Auch die Geräteüberwachung agiert jetzt intelligenter. Dateinamen auf Desktop-Symbolen lassen sich ab sofort besser lesen. Die Beschriftungen der Symbole auf dem Desktop können sich Anwender zudem vorlesen lassen.
Plasma unterstützt ab sofort WireGuard VPN-Tunnel, sofern das passende NetworkManager-Plugin installiert ist. Darüber hinaus lassen sich Verbindungen als „getaktet“ markieren. Abschließend haben die Entwickler die Breeze-Symbole verbessert und teilweise sogar komplett überarbeitet.
Sämtliche Neuerungen fassen die offiziellen Release Notes zusammen.




