Ab sofort können Besitzer eines Pinebooks die auf Ubuntu basierende Distribution KDE Neon und die Desktop-Umgebung KDE Plasma nutzen. Der gerade einmal 100 Dollar teure Laptop namens Pinebook besitzt einen ARM-Prozessor und kommt mit 2 GByte Hauptspeicher.
Wie KDE-Entwickler Jonathan Riddell im KDE-Blog schreibt, hat das Unternehmen Blue Systems zusammen mit dem Hersteller des Pinebooks ein entsprechendes (Test-)Image erstellt. Als Ausgangspunkt diente die Distribution KDE Neon, aus der die Entwickler ein bootfähriges Installationsimage für das Pinebook erstellt haben. Gleichzeitig hätten die Entwickler zahlreiche Fehler in der gesamten verwendeten Software ausgemerzt – angefangen beim Kernel bis zu den KDE Frameworks und der Desktop-Umgebung Plasma.
Die Ergebnisse würden laut Riddell beweisen, dass KDE Plasma ein idealer Kandidat für Geräte wie das Pinebook sei. Die Desktop-Umgebung sowie die als Basis dienenden KDE Frameworks hätten zudem signifikante Performance-Verbesserungen erhalten, die in der Zukunft auch allen anderen Plasma-Nutzern zugutekommen sollen.
Das Pinebook besitzt einen ARM 64-Bit-Prozessor mit vier Kernen, die mit 1,2 GHz arbeiten. Dazu kommen 2 GByte Hauptspeicher, 16 GByte Flash-Speicher und ein 14-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln. Alternativ können Käufer auch ein Pinebook mit 11,2-Zoll-Display und identischer Auflösung ordern. In jedem Fall gibt es obendrauf zwei USB 2.0-Ports und eine Webcam. Die Kommunikation läuft per WLAN und Bluetooth.
Wer ein Pinebook sein Eigen nennt, kann KDE Neon direkt ausprobieren. Dazu stellen die KDE-Entwickler ein passendes Image zum Download bereit. Das davon startende System basiert auf Ubuntu 18.04 und bringt Plasma 5.13.4 mit. Als Grundlage dienen die KDE Frameworks 5.49.0, Qt 5.11.1 und der Linux Kernel 3.10.105-bsp-1.2. Den Kernel haben die Entwickler um einige Module erweitert, die wiederum einige Hardwarekomponenten des Pinebooks unterstützten. Erfahrungen können Anwender im PINE-Forum austauschen.




