Die Linux-Foundation hat eine Workgroup ins Leben gerufen, die sich zum Ziel gesetzt hat, Linux-Distributionen mit dem aktuellen Treiberstand des Kernels auszustatten.
Zur Entscheidung der Foundation hat geführt, dass Linux-Benutzer sich selten ihr Linux aus den neuesten Kernelquellen kompilieren, sondern in der Regel auf Distributionen zurückgreifen. Bislang sei solchen Benutzern nichts anderes übrig geblieben, als auf ein Update oder ein neues Release ihrer Distribution zu warten, um in den Genuss neuer Kernelfeatures zu kommen. Die Vorteile des aktuellen Kernels, der mit jedem Release einen Packen neuer Treiber mitbringt und damit mehr Hardware-Kompatibilität, bleibe diesen Usern verwehrt, heißt es in der Ankündigung.
Das soll sich nun mit der Driver Backport Workgroup ändern: Die Mitglieder Novell, Red Hat, Canonical, Dell und IBM wollen vorkompilierte Module bauen. Die Workgroup will nun zuerst ein Standardformat kreieren, in dem Treiber-Tarballs und Backport-Patches für DKMS aufbereitet sind. DKMS (Dynamic Kernel Module Support) gilt als Tool der Wahl für diese Aufgabe. Dell hatte das Framework entwickelt, um aktualisierte Hardware-Treiber an Linux-Kunden auszuliefern, ohne den gesamten Kernel auszutauschen (wir berichteten).


