Gerade hat Apple bekanntgegeben, dass es seinen persönlichen Assistenten Siri mit KI-Funktionen aufwerten will, da ist auch klar: Europäer werden vorerst nichts davon haben.
Der Grund ist eine Auseinandersetzung zwischen Apple und der Europäischen Kommission, die auf Grundlage des Digital Markets Act (DMA) verlangt, dass dann auch Drittanbieter mit eigenen KI-Assistenten auf Geräten von Apple in den Wettbewerb einsteigen können. Das wiederum lehnt Apple ab und argumentiert, ein KI-Assistent benötige weitreichende Rechte für den Zugriff auf Dateien, Apps und Einstellungen und wenn die einem Dritten eingeräumt würden, schaffe das Sicherheitslücken. Das Unternehmen erklärt: “Die EU-Regulatoren wollten Apple dazu verpflichten, jedem KI-System nahezu uneingeschränkten Zugriff auf das Gerät eines Nutzers zu gewähren sowie diesem System die Möglichkeit zu geben, diesen Zugriff autonom zu nutzen, ohne dass der Nutzer dies ständig überwachen oder kontrollieren kann.”
Auf der anderen Seite bleibt auch die Europäische Kommission hart und besteht darauf, dass die Regeln des DMA nötig seien, um den Wettbewerb zu fördern. Thomas Regnier, ein Sprecher der Europäischen Kommission, erklärte in einer Stellungnahme, Apple sei ein “Gatekeeper” und dürfe “den Markt nicht abschotten”. Der DMA solle den Wettbewerb fördern und den Kunden mehr Auswahl bieten. “Anstatt nach geeigneten Lösungen zur Einhaltung der Vorschriften zu suchen, hat Apple die Kommission einfach gebeten, von den Interoperabilitätsverpflichtungen befreit zu werden”, sagte er. “Das kommt nicht in Frage.”
Im Ergebnis stellt sich eine Patt-Situation ein, was bedeutet, dass das Siri-Update nicht in Europa ausgerollt werden kann. Dabei ist Europa nach den USA der zweitgrößte Markt für Apple mit einem Umsatz von 111 Milliarden Dollar.




