Aus Linux-Magazin 03/2007

Vier Desktop-Linuxe gegen Windows Vista

Gerade im fahlen Licht des aufgehenden Vista stellt sich in mancher Firma oder Behörde die Frage: Sollen wir Linux auf unsere PCs ausrollen? Welche Produkte kämen in Frage, wenn es auf Lebenszyklen, gute Wartbarkeit und verständliche Menüs ankommt? Der folgende Test versucht Antworten zu geben.

Linux-Anwendern, die es gewöhnt sind, ihre eigenen Rechner zu installieren und zu warten, sind die Funktionalität, die Dienstleistung und der Preis der Testteilnehmer nur mit Mühe zu vermitteln. Es steckt jedoch ein Mehrwert darin, die Anwendung eines Desktops von seiner Administration zu trennen. In Firmen und öffentlichen Einrichtungen ist das ein wichtiges, weil Kosten sparendes Kriterium. Es wäre in diesen Umgebungen fatal, wenn jeder Anwender nach Belieben Software installieren und so instabile Programme oder Rootkits ins System einschleusen oder Löcher in die Firewall schießen dürfte.

Die fehlerfreie Funktion von Textverarbeitung, Webbrowser oder Mailer ist beim Firmendesktop wichtiger als die Möglichkeit, sich in puncto Gestaltung des Basisbetriebssystems austoben zu können. Wenn dann noch ein gefälliges Aussehen und einfache Bedienbarkeit der Oberfläche hinzukommen, ist (fast) alles gut. Wo Hilfe benötigt wird, muss sie barrierefrei verfügbar sein.

Linux-Desktops sind in Firmen meist “New Kids on the Block”. Darum müssen sie sich in existierende Umgebungen einfügen – nicht selten in Windows-dominierte. Der Admin wünscht sich zudem, die Systeme schnell und möglichst unbeaufsichtigt installieren zu können, sie ohne Aufwand zu updaten und wenig Ärger mit seinen Nutzern zu haben. Automatisierte Sicherheitsaudits sind ein Bonus – mancher Anwender glaubt, es besser als der Administrator zu wissen, und macht dessen durchdachtes Sicherheitskonzept kaputt.

Bordmittel, um den Desktop-Pool in die bestehende Umgebung zu integrieren, erleichtern dem Administrator das Handwerk. Benötigt wird also ein System, das nicht zu komplex, dabei aber ausbaufähig ist. Der Hersteller sollte ein Angebot zum Support machen und es zur Nervenschonung des Administrators und zur IT-Budget-Reduktion des Unternehmens gut dokumentieren.

Startaufstellung

Gegen Vista [1] schickt Microsofts Kooperationspartner Novell den Suse Linux Enterprise Desktop 10 (SLED 10, [2]) ins Rennen. Red Hat kontert mit dem Enterprise Linux Desktop 5 (RHEL Desktop 5, [3]), der als Beta 2 zur Verfügung stand. Xandros als Nachfolger des früheren Corel Linux postiert den Xandros Desktop Profession 4.0 [4] im Startblock.

Ein wenig aus dem Rahmen fällt das Mandriva Powerpack Pro [5], da es sich eher um ein Endanwenderprodukt handelt, wenngleich der Hersteller es zurzeit Firmenkunden empfiehlt. Die Business-Variante Corporate Desktop 3.0 von 2005 war zum Redaktionsschluss nicht mehr erhältlich. Vom Nachfolger soll es erst im Februar die erste Betaversion geben.

Das Rennen beginnt mit Mandriva

Administratoren, die die wenig businessmäßige Ausrichtung von Mandriva nicht schreckt, dürften bei der Installation nur bedauern, dass es nicht möglich ist, sie mit identischen Einstellungen automatisiert auf mehreren Clients zu wiederholen. Von diesem Manko abgesehen gestaltet sich das Einspielen der Distribution flott und durchdacht. Inzwischen setzt auch Mandriva auf UTF-8 als Standard-Zeichensatzkodierung. Wer will, kann sie aber schon bei der Installation aus Kompatibilitätsgründen auf ISO-8859-15 umstellen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mandriva lässt dem Anwender bei der Installation die Wahl, mit welcher Zeichensatzkodierung das System arbeitet. Von ein paar Schönheitsfehlern abgesehen, arbeitet die Install-Routine gut.

Abbildung 1: Mandriva lässt dem Anwender bei der Installation die Wahl, mit welcher Zeichensatzkodierung das System arbeitet. Von ein paar Schönheitsfehlern abgesehen, arbeitet die Install-Routine gut.

Während der Installation besteht die Möglichkeit, die Hardware einzurichten und den Computer ins Netzwerk zu integrieren. Arbeitet dort ein DHCP-Server, erkennt und benutzt ihn Mandriva. Den vier anderen Testkandidaten gelang das auch. Bevor keine Netzwerkverbindung steht, quittiert der Drucker-Einrichtungsassistent mit einer irreführenden Fehlermeldung den Dienst, statt selbst nach den Netzeinstellungen zu fragen.

Die mitgelieferten Treiber für Grafikkarten von ATI arbeiten bei manchen Systemen nur dann korrekt, wenn der Administrator über das Kontrollzentrum oder die »xorg.conf« die Composite-Erweiterung des Treibers deaktiviert. Schwerer wiegt, dass Mandriva Linux zwar XFS als Dateisystem anbietet, jedoch eine Kernelversion ausliefert, bei der es aufgrund eines Bugs ([6], [7]) zu Datenverlusten auf XFS-Partitionen kommen kann.

Red Hat Enterprise Desktop

Anders als Mandriva, Suse und Xandros kann RHEL Desktop 5 in der Beta 2 eine NTFS-Partition nicht in der Größe verändern und nicht mal als Mountziel benutzen. Die Installation auf freiem Plattenplatz neben einer bestehenden Windows-Installation ging im Test jedoch problemlos. Die Installation ist angenehm einfach und verständlich, sie folgt dem bekannten Red-Hat-Muster.

Die Distribution spricht in 55 Sprachen – in Mitteleuropa findet jeder die passende. Gegenüber dem etwas angegrauten Desktop 4 hat sich einiges getan, die Entwickler haben Fehler behoben. Nun gibt es eine Konsole, verfügbar über [Ctrl]+[Alt]+[F1]. Tauchen Probleme auf, ist sie ein Segen – beispielsweise um GNU Parted auszuführen.

Klar in Richtung Profi deutet das dargebotene I-SCSI als Installationsziel. Red Hat stützt sich bei der Plattenaufteilung per Default auf den Logical Volume Manager, der eine Ext-3- und die Swap-Partition aufnimmt. Mit Paketgruppenauswahl (siehe auch Tabelle 1) umreißt der Installateur den späteren Verwendungszweck (Abbildung 2).

Tabelle 1:
Installation

Abbildung 2: Es muss nicht immer Gnome sein: Paketgruppen-Auswahl während der Red-Hat-Installation.

Abbildung 2: Es muss nicht immer Gnome sein: Paketgruppen-Auswahl während der Red-Hat-Installation.

Red Hats zum Schluss präsentierte EULA sagt im ersten Absatz: “The Software is a collective work under U.S. Copyright Law. Subject to the following terms, Red Hat, Inc. … grants to the user … a license to this collective work pursuant to the GNU General Public License.” Dem Nutzer steht damit die Art der Nutzung der Software weitgehend frei. Da können sich andere ein Vorbild nehmen. Red Hat verdient Geld lieber mit Support und Updates. Nach der Installation finden Admins die Datei »/root/anaconda-ks.cfg«, die sich wie bei Suse als Vorlage für automatische Kickstart-Installation eignet.

Suse Enterprise Desktop

Die SLED-10-Installation unterscheidet sich kaum von der von Open Suse. Eine 64-Bit-Version war auf der DVD allerdings nicht vorhanden. Bemerkenswert ist eine Lizenzvereinbarung zu Beginn, die dem Nutzer überraschend harte Beschränkungen auferlegt. Sie verbietet die Disassemblierung der Software. Als “Software” definiert die Lizenz die gesamte Distribution, einschließlich der Begleitdokumentation. Es fragt sich, welchen Sinn die Disassemblierung eines überwiegend aus Open-Source-Komponenten zusammengestellten Produkts haben soll (siehe auch den Artikel über Lizenzen in diesem Schwerpunkt).

Besser gefielen den Testern die Suchfunktion in der Paketauswahl und das einfache, Suse-typische Firewall-Setup im Zuge der Installation. Eine der Proxy-Konfigurationen scheiterte zunächst an der fehlenden IP. Ein »rcnetwork restart« auf der Konsole behob das Problem sofort, sonst hätten es die Tester am laufenden System nachgeholt. SLED verwendet per se zwei primäre Reiser-Partitionen: »/« und »/home«.

Das Einspielen des Online-Update dauerte mit rund 30 Minuten länger als die eigentliche Installation. Das kommt erstens daher, dass SLED 10 schon einige Monate auf dem Markt ist und zweitens der Hersteller sehr aktiv Sicherheitsprobleme behebt. Dass dadurch das Ganze länger als anderswo dauert, sollte man deshalb nicht überbewerten.

Besonders gefiel am Ende der Installation das Angebot, das installierte System für Auto-Yast zu klonen. Dieses Tool installiert anhand einer Beschreibungsdatei »autoinst.xml« Suse-Linuxe automatisiert. Der Admin arrangiert sein Vorhaben zum Beispiel über PXE-Boot oder durch eine Kommandozeile der Art »autoyast=device://Device-File« in der Linuxrc. Er sollte dabei allerdings sicher sein, genug Lizenzen zu besitzen, denn das Linux-typische “Einmal kaufen, überall installieren” gilt für den SLED 10 nicht.

Xandros Desktop Professional

Auch Xandros beginnt mit einer länglichen Lizenzvereinbarung. Sie gestattet die Nutzung des Produkts auf einer unbeschränkten Anzahl nicht gewerblich genutzter Rechner und einem einzelnen gewerblich genutzten System. Die Express-Installation lieferte in Tests mit verschiedenen Rechnern und Grafikkarten schnell und mit minimalen Benutzereingaben lauffähige Systeme. Eingaben zur X-Konfiguration waren nicht notwendig. Auf Systemen mit exotischer Hardware mag dies anders aussehen. Detailliertere Festlegungen ermöglicht ein Expertenmodus.

Xandros bevorzugt eine einzige logische Reiser-Partition für das gesamte Filesystem (siehe Abbildung 3), die kurioserweise zusammen mit der Swap-Partition in einer Win95-Extended-Partition steckte (ID »f«). Eine Möglichkeit zur automatisierten Installation wie bei Red Hat und Suse war in Mandrivas Installationsroutine nicht ersichtlich.

Windows Vista

Microsofts Schätzchen bootet grafisch von DVD und verlangt dem Installateur nur wenige Mausklicks ab. Nur bei der länglichen Lizenznummer wollen es die Redmonder genauer wissen. Beim Partitionieren stellt sich heraus, dass Vista auch von einer logischen NTFS-Partition bootet. (Für Linux ein alter Hut.) Dazu nistet sich der Vista-Bootmanager in den MBR ein (siehe Kasten “Partitionieren”), der mit parallelen Linux-Partitionen nichts anzufangen weiß.

Partitionieren

Obwohl das Teilungsschema von Festplatten sei 20 Jahren dasselbe ist, eignet es sich auch heute als optimale Frustquelle: Versehentlich überschriebene oder zerschossene Partitionen gehören zum Erlebnisbereich der meisten Admins ebenso wie streikende Bootmanger oder Diskrepanzen zwischen physischen und logischen Partitionsgrenzen. Der Normalanwender ist mit den Details über Partion Boot Records oder den Unterschied zwischen erweiterten und logischen Partitionen und deren Device-Benennung in der Regel überfordert. Selbst erfahrene Admins sind dann und wann mit ihrem Latein am Ende. Gleiches galt und gilt für manche Installationsroutine, wenn sie auf eine unorthodoxes Partitionierung trifft.

Darum hier ein paar Erklärungen und Tipps: Der innerste und damit erste Sektor jeder Festplatte beherbergt die Partitionstabelle. Sie speichert die physische Adresse (Kopf, Zylinder, Sektor) des Anfangs und des Endes jeder Partition. Außerdem enthält sie für jede Partition eine Kennung (ID), anhand derer jedes Betriebssystem feststellt, ob es mit der Partition etwas anfangen kann. Linux\’ Fdisk ist in der Lage, diese ID zu verändern ohne die Partitionsgröße oder -lage anzutasten.

Zudem erhält eine der Partitionen ein Bootflag. Das Rechner-Bios springt diese Partition beim Booten an. Das passiert allerdings nicht, wenn im Master Boot Record (MBR) ein Urlader-Programm, meist ein Bootmanager, steckt, das etwas anderes vorsieht.

Die Partition Table schafft es, auf maximal vier Primärpartitionen zu verweisen. Dieses Limit ist Betriebssystem-unabhängig und lockert sich, sobald eine dieser Primärpartitionen zur erweiterten Partition erklärt ist. Sie verweist dann auf eine Kette zusätzlicher Partitionen, die logischen. Die meisten Betriebssysteme verlangen, dass sie von einer primären Partition gebootet werden – aber Linux und Vista gehören glücklicherweise nicht dazu.

Studieren geht vor Probieren

Für das Partitionieren gibt es keine allgemein gültige Kochanleitung – außer einer: vorher ein Backup aller Partitionen anfertigen, die Daten von Bedeutung enthalten. Eine Kopie der Partitionstabelle und des Master Boot Record per »dd« auf einem USB-Stick oder einer Diskette anlegen ist ebenfalls kein Fehler. Alle weiteren Schritte sollten vorher sorgfältig bedacht sein, denn Trial and Error mit Fdisk oder seinen grafischen Frontends wäre töricht.

Den Bootmanager, Lilo oder Grub, lässt man der Einfachheit halber in den MBR installieren, was auch bei Anwesenheit von Windows 2000 oder XP nicht stört. Leider zerstört Vista dieses Idyll, da es nicht nur wie frühere Windows-Versionen den MBR nach Gusto überschreibt, sondern auf genau seiner Art zu booten besteht. Zudem gibt es keine per Texteditor änderbare »boot.ini« mehr, was zu einem Pingpong-Spiel mit externen Bootmedien führt. Doch ist ein kostenloses Kraut dagegen gewachsen, das Easy-BCD [11] heißt und auch bei den Tests zu diesem Artikel gute Dienste geleistet hat (Abbildung 4).

Nach einem automatischen Reboot ist Vista dann bereit. Die Menge der Treiber, die Vista zurzeit mitbringt, liegt etwa auf Linux-Niveau. Auf einem der Testrechner vermochte Vista eine drahtlose Tastatur-Maus-Kombination aus dem Hause Microsoft nicht als solche zu erkennen. Für einen schon etwas älteren Agfa-Flachbettscanner kam auch nach dem Versuch, den letzten verfügbaren Treiber einzuspielen, jede Hilfe zu spät.

Der Rest aller getesteten Komponenten lief auf Anhieb los. Interessant ist, dass das neue Windows die Execute-Disable-Bit-Technik neuer Intel-Prozessoren unterstützt, die manchen Arten Schadsoftware auf Hardware-Ebene das Leben schwer macht. Für die automatische Installation im Unternehmen stellt Microsoft Tools und Dokumente bereit [5].

Französische Einrichtung

Die Software-Vorauswahl hat Mandriva gut zusammengestellt, sie umfasst Programme für alle gängigen Aufgaben am Computer. Mit LinDVD, Flash- und Realplayer ist Mandriva optimal für Multimediaformate gerüstet, der Adobe Reader garantiert, dass der Benutzer alle PDF-Dokumente öffnen kann, und proprietäre Treiber für Grafikkarten und WLAN-Hardware spielt Mandriva automatisch von der DVD ein. Allenfalls wird ein Systemverwalter hier einige der zahlreichen Desktop-Spiele oder überflüssige Software wie Kdetv abwählen.

Als Distribution, die sich auch an Endanwender richtet, bringt Mandriva für nahezu alle Konfigurationsaufgaben einen grafischen Assistenten mit. So gelingt es dem Administrator mit wenigen Mausklicks, Windows-Freigaben und NFS-Shares einzubinden, den Zugang zu einem VPN einzurichten und Netzwerkdrucker hinzuzufügen. Den einzigen Patzer leistet sich Mandriva bei HP-Multifunktionsgeräten wie beispielsweise dem Officejet 7140xi. Die Distribution erkennt deren Scanner-Komponente nicht. Ein Problem, das sich mit einem Update und der Beschreibung unter [8] lösen lässt, sofern das Multifunktionsgerät keinen eigenen Webserver und damit die Option zum Scannen per Browser mitbringt.

Äußerliches bei Suse, Red Hat und Xandros

Nach dem ersten Login präsentieren sich sowohl der Suse- als auch der Red-Hat-Desktop aufgeräumt, ja fast leer – Red Hat mit einem roten, Suse mit einem blauen Gnome-Desktop. Altgediente Suse-Kunden wird Gnome wohl etwas verwirren (Abbildung 5). Ein Übriges dazu tut das »Computer« benannte Startmenü, das im Vergleich zu dem von KDE unter Suse 10.2 unübersichtlich daherkommt. Xandros wartet auch mit einem blauen KDE samt etwas altbackener Keramik-Fensterdekorationen auf.

Abbildung 5: Eingefleischten Suse-Fans ist Novells Hang zu Gnome vielleicht etwas suspekt.

Abbildung 5: Eingefleischten Suse-Fans ist Novells Hang zu Gnome vielleicht etwas suspekt.

Ganz anders Mandriva Linux, dessen neues Design Ia Ora heißt (“Hallo” in polynesischem Französisch). Spektakulär ist der 3D-Desktop mit seinen wabbelnden Fenstern – Vistas Oberfläche mag edler wirken, mehr Bewegung ist auf Mandrivas Schreibtischplatte. Dahinter stehen AIGLX oder XGL, das Tool Drak3D entscheidet, was besser zur Grafikkarte und zum Environment passt. Die anderen Kandidaten können auch 3D, aber jeweils nur eine Technik.

Auf dem Xandros Desktop finden sich etliche Miniprogramme im Panel, die zum Teil entnervend blinken. Das liegt daran, dass offensichtlich per Default die Firewall nicht eingeschaltet ist. Es obliegt dem Benutzer (dem mit dem Root-Passwort), für Abhilfe zu sorgen. Im Sinne der Trennung von Benutzung und Administration wäre hier ein anderes Vorgehen besser gewesen. Eigentlich schön ist, dass Xandros-Linux regelmäßig auf Rootkits und Viren checkt. Andererseits ist auch das eigentlich nicht Sache des Nutzers, der aber hat das entsprechende Icon auf seinem Desktop liegen.

Eines muss man (neidvoll) anerkennen: Vistas 3D-Oberflächendesign ist zwar ein echter Ressourcenfresser (Voraussetzung: 1 GByte RAM und 128-MByte-Grafikkarte mit sehr modernem Chipsatz), aber mit seinen transparenten Fensterrahmen echt schick. Und wer zum ersten Mal auf eine Aktion klickt, vor der Vista warnt – und das passiert häufig -, erlebt einen kleinen Schock: Der Bildschirm dunkelt auf vielleicht 20 Prozent der ursprünglichen Helligkeit herunter, nur das “Möchten Sie das wirklich?”-Fenster erstrahlt heller denn je. Da hat Microsoft wohl gemerkt, dass früher viele Normalnutzer solche Fenster gern nach hinten weggeschoben haben.

Software nachinstallieren und auffrischen

Auf Wunsch spielt Mandriva Updates vollautomatisch ein, bietet dann aber keine Option, einzelne Pakete vom Update auszunehmen. Für Backups ist das Kontrollzentrum-Modul »drakbackup« verantwortlich, das sich auch als Daemon einrichten lässt und dann zu festgesetzten Zeiten eine Sicherung erstellt.

Das Programm kann das Backup sowohl auf optischen Medien, Bandlaufwerken und einer lokalen Festplatte als auch auf einem anderen Rechner im Netzwerk ablegen, erlaubt das Einrichten mehrerer Profile und lässt die Wahl zwischen der vollständigen, inkrementellen und differenziellen Sicherung.

Suse-Admins, die Software aus dem Netz nachinstallieren wollen, tragen eine passende Quelle in Yast ein (»Installationsquelle wechseln«) und rufen den Yast-Installer auf. Eine Netz-Installationsquelle fand sich im Testsystem per Default. Auf diese Art haben die Tester die Demofiles zu Sun Java nachinstalliert. Wie alle anderen vorgestellten Systeme warnt auch SLED über ein Icon im Panel, wenn neue Updates vorliegen.

Beim Red Hat Desktop kann dessen Besitzer im grafischen Paketmanager Pirut beispielsweise nach allen nicht installierten Paketen suchen, die den String »X11« enthalten, und etwa kyrillische X11-Fonts installieren. Das benötigte Paket wird dann heruntergeladen. Dafür, dass immer alle Pakete auf dem neuesten Stand sind, sorgt die Mitgliedschaft im Red Hat Network, wo jedes gekaufte System registriert ist.

Ganz ähnlich funktioniert das Update per Xandros Networks, das ein gleichnamiges Icon auf dem installierten System präsentiert. Auch hier muss sich der Nutzer zunächst registrieren, was auf dem Umweg über einen Ersteinrichtungs-Assistenten direkt nach dem ersten Einloggen möglich ist. Man sollte dabei – wie bei Red Hat und Suse – sicherstellen, dass der Proxy richtig gesetzt ist, sonst gilt es, länger auf einen Timeout zu warten. Eine Registrierung schon während der Xandros-Installation wäre vielleicht die bessere Wahl.

Nutzerfreundlich ist die Möglichkeit in Xandros, direkt (nach Eingabe des Root-Passworts) aus dem Xandros Network heraus Software nachzuinstallieren, eine größere Auswahl wäre allerdings wünschenswert. In derselben Umgebung findet sich dann aber auch ein Onlineshop, der neben kostenpflichtigen Angeboten auch Goodies für registrierte Benutzer bereithält, oft sind das Open-Source-Tools wie beispielsweise Eclipse.

Der automatische Update-Mechanismus von Windows ist bekannt, der von Vista ist ähnlich. Darüber hinaus hat der Hersteller in Vista sehr organisch einige Links gelegt, die dem Benutzer das Upgrade zu einer besseren (teureren) Windows-Version nahe bringen oder zum Erwerb anderer Software animieren.

Ausstattung auf Französisch

Selbst Linux-unerfahrene Nutzer finden sich in Mandriva schnell zurecht. Der Distributor legt mit nur drei Icons eine aufgeräumte Arbeitsfläche vor, in der KDE-Kontrollleiste befinden sich Schaltflächen für die wichtigsten Programme, unter anderem KMail und Firefox. Open Office lässt sich in der Standardeinstellung jedoch nur über das Startmenü aufrufen, das mit nur sechs Kategorien übersichtlich ist und auch Kurzbeschreibungen der Programme enthält.

Da Mandriva schon bei der Installation Flash und Java und die zugehörigen Browser-Plugins einspielt, funktionieren die meisten Webseiten out of the Box. Formate, die ein Browser nicht selbst darstellen kann, sind mit passenden Programmen verknüpft. Beim Einlegen oder Anschließen von Wechselmedien öffnet sich ein Dialog, der die gewünschte Aktion erfragt. Die lässt sich als Standard definieren, sodass bei einer Video-DVD LinDVD startet, das auch CSS-verschlüsselte Medien (!) abspielt. Um das Unmounten muss sich der Benutzer dank Automounter nicht kümmern.

Sympathiewerte

Obwohl im Firmeneinsatz zweitrangig, steigern Multimedia-Funktionen wie DVD-Wiedergabe die subjektive Zufriedenheit mit einem Betriebssystem. Daher ist erwähnenswert, dass mit DVDs die drei anderen Linuxe überfordert waren, primär aus rechtlichen Gründen, wie die Mehrheit der Distributionen.

Mit Audio-CDs gab es keine nennenswerten Probleme (Tabelle 2), bei geschützten Medien kommt es ein bisschen auf den verwendeten Kopierschutz, die Playersoftware und das Laufwerk an. Xandros öffnete bei mancher Audio-CD im Test den Crossover Installation Wizard, um den Windows-“Trojaner” von CD zu installieren. Codeweavers Crossover Office ist Bestandteil dieser Xandros-Version und gestattet das Ausführen diverser Windows-Programme unter Linux.

Es entspricht der Red-Hat-Philosophie, sich möglichst auf Open-Source-Werkzeuge zu stützen. So war im Test auf dem Rothut-Desktop kein Flash-Plugin und kein Realplayer installiert, stattdessen Rythmbox und Totem. Flash, Realplayer oder der Adobe Reader lassen sich jedoch problemlos nachinstallieren, entweder von der Supplements-CD oder aus dem Red Hat Network. Suse und Xandros installieren diese Werkzeuge automatisch, den Flashplayer aber in einer etwas ältlichen Version.

Mit feinen Unterschieden bei Open Office setzen sich SLED und RHEL Desktop von ihren Mitbewerbern ab, indem sie verbesserte, von Agfa lizenzierte Fonts mitliefern. Solche Details (die Novell Edition [9] hat noch mehr davon) machen sich beim Import von MS-Office-Dokumenten bemerkbar, beispielsweise beim Einhalten von Zeilenumbrüchen.

Tabelle 2:
Ausstattung

Wo sind die Tools?

Nüchtern betrachtet ist die Software-Ausstattung von Vista mager. Im Vergleich zu jedem Linux fehlen der riesige Tool-Baukasten und ein Office-Programm. Zwar lässt sich händisch die Windows-Variante von Open Office 2.1 installieren, die auch angenehm performat läuft. Nur befindet sie sich dann außerhalb des Update-Mechanismus des Betriebssystems, was für den verantwortlichen Admin nicht gerade ein Hit ist.

Zurzeit kritischer ist der Umstand, dass so ziemlich jede systemnahe Windows-XP-Software von Drittanbietern unter Vista nicht läuft: Virenscanner, Firewalls, Crpyto-Tools und User-Filesysteme, Partitionierungswerkzeuge und so weiter. Hier muss der Anwender warten, bis die Anbieter hinter alle Geheimnisse des neuen Systems kommen und Vista-Ready-Programme herausbringen. Auf Kundenseite entstehen bei dieser Gelegenheit natürlich Upgrade-Kosten.

Sicher ist sicher

Apropos Sicherheit: Linux gilt als sicherer als Windows. Gerade für Desktopsysteme, dazu zählen alle vier hier vorgestellten, darf diese Volksmeinung als korrekt angesehen werden. Zum einen laufen kaum von außen zugängliche Daemons (siehe auch Tabelle 3), zum anderen lässt sich Windows-Schadsoftware nicht ausführen und Linux-Viren spielen keine praktische Rolle.

Tabelle 3: Aktualität und
Sicherheit

Dass Microsoft mit der Unsicherheit seiner früheren Windows-Versionen bei den Anwendern in der Kreide steht, war dem Softwarekonzern schon länger klar. Vista versucht mit geänderten Benutzerrechten, jeder Menge Warndialogen, Treiberzertifizierung, Firewall und einigen Dingen mehr gegenzusteuern. Äußerlich erkennbar ist das Mühen um Verbesserung der Situation in einem eigenen Sicherheitscenter (Abbildung 6). Trotzdem geht alle Welt davon aus, dass recht bald Trojaner, Würmer und anderes Getier sich in Vista-Systemen ein warmes Plätzchen schaffen werden.

 

Support und Preise

Bei der Entscheidung für einen Business-Desktop erwarten Firmen nicht die neueste Software, sondern Stabilität, langfristige Unterstützung und Update-Verfügbarkeit, die über das Maß einer Endnutzer-Distribution hinausgehen. Solche Ansprüche befriedigt Mandrakes 60-Euro-Distribution Powerpack Pro nicht. Der Hersteller garantiert anders als beim Corporate Desktop aus demselben Hause nicht, fünf Jahre lang Updates bereitzustellen. Die 90 Tage deutscher Support entschädigen da nur bedingt.

Novell verkauft den SLED 10 nach einem Abo-Modell. Die Software und die Updates für ein Gerät belaufen sich laut Preisliste auf 47 Euro, für drei Jahre auf 116 Euro. In dieser Zeit stehen dem Kunden Patches, technische Updates und neue Softwareversionen zur Verfügung. Theoretisch dürften zahlende SLED-10-Kunden darum nie ein Maintenance-Problem bekommen. Ähnliches gilt für Red-Hat-Network-Abonnenten.

Red Hat Deutschland konnte gegenüber dem Linux-Magazin keine Preise für den kommenden RHEL Desktop nennen. Xandros Desktop Professional kostet 100 Euro und enthält 60 Tage Installations- und Ersteinrichtungs-Support per E-Mail. Die Mitgliedschaft bei den Xandros Networks ist kostenlos.

Microsoft Vista Business kostet flockige 420 Euro, der Updatepreis beträgt 280 Euro. Nach der nennenswerten Anfangsinvestition in Lizenzkosten (und wahrscheinlich Hardware) darf man jedoch vermutlich eine ganze Zeit lang damit arbeiten. Denn immerhin produziert Microsoft noch heute Security-Updates für Windows 2000.

Nichts für Bücherwürmer

Von den Kandidaten liefert nur Mandriva ein gedrucktes Handbuch mit. Die Autorinnen und Autoren dieses Tests haben den Herzenswunsch: Liebe Distributoren, elektronische Handbücher mögen billiger herzustellen sein, gedruckte sind in dunklen Serverräumen oder vor nicht bootenden PCs einfach praktischer.

Die für den Test vorliegende Evaluations-DVD von SLED 10 enthält im Verzeichnis »docu« Dateien in mehreren Sprachen. Der 12-seitige “Suse Linux Enterprise Desktop 10 Gnome-Schnellstart” etwa liefert Triviales wie “Suchen einer Datei auf dem Computer” oder “Firefox als Internetbrowser”. Das Startmenü (»Computer«) auf dem Desktop führt zu einer Hilfe, die vielfältige, allerdings oft auf Englisch abgefasste Manuals enthält, etwa den “Enterprise Desktop Gnome User Guide”. Über eine Art Webbrowser informiert er umfangreich über “Managing Printers” oder “The Openoffice.org Office Suite”; der “Connectivity Guide” verbreitet sich über Netzwerkthemen.

Red Hat liefert über das Menü »System | Dokumentation | Red Hat Enterprise Linux Anwenderhandbuch« den englischen “Enterprise Linux Deployment Guide” aus. Er beschreibt insbesondere Administrationsaufgaben (Automated Tasks, Virtualisation, System Configuration, …), ein Benutzerhandbuch wäre jedoch hilfreicher. Ein Menü-Eintrag legt jedoch nahe, dass die finale Distribution ein solches enthalten könnte. Unter »System | Hilfe« lungern zudem einige verschachtelte Dokumente wie “Desktop User Guide” und “Gnome 2.14 Desktop System Administration Guide”.

Xandros Desktop bringt ein deutschsprachiges, 242-seitiges elektronisches Benutzerhandbuch mit, das von der Installation über die tägliche Arbeit mit dem System bis hin zum Drucken alles Wichtige verständlich beschreibt. Dazu gibt\’s einen 16-seitigen Schnelleinstieg.

Bei Unklarheiten in Mandriva-Linux steht das Handbuch hilfreich zu Seite, das sich gedruckt in der Packung und im HTML- und PDF-Format auf der Festplatte befindet. Auf den ersten 100 Seiten lernt der Anwender mit gängigen Programmen umzugehen, KDE anzupassen, mit Konqueror das Dateisystem zu erkunden, mit Firefox und KMail das Internet zu nutzen und Amarok, Kaffeine und K3b zu bedienen. Ein eigener, ausführlich bebildeter Teil widmet sich Open Office Writer und Calc. Admins bringt das Handbuch kaum Hilfe: Wer vor einem Problem steht, für das die grafischen Tools keine Lösung bieten, erfährt nicht, was hinter den Kulissen geschieht.

 

Fazit

Für den Anwender im Büro eignet sich Powerpack Pro uneingeschränkt – Mandriva ist zu Recht für seine Einsteigerfreundlichkeit bekannt. Verspielte Naturen werden an dem 3D-Desktop Freude haben – Admins, die sich mit einem Endanwender-Produkt als Business-Desktop herumschlagen müssen, wohl kaum. Das liegt an der fehlenden Planungssicherheit bezüglich Updates. Gerade Firmen mit vielen Client-Rechnern sollten besser auf das Erscheinen des Corporate Desktop 4.0 warten.

Xandros geht mindestens so weit wie Mandriva bei dem Versuch, den Benutzer an die Hand zu nehmen und ihm die Nutzung des neuen Systems so einfach wie möglich zu machen. Wie bei Mandriva fehlt eine konsequentere Trennung zwischen den Aufgaben der Administration und einfacher Nutzung. Crossover Office ist ein schöner Mehrwert.

Suse hat traditionell hervorragende Systemadministrations-Werkzeuge. Die Trennung von Nutzer- und Administrator-Rolle scheint Novell gelungen. Der standardmäßig verwendete Gnome Desktop sorgt zumindest hierzulande bei Linuxern für ein paar Irritationen – Usern, die ihr erstes Linux auf den Schreibtisch bekommen, ist das natürlich egal. Das angepasste Open Office wird in der Community zwar kontrovers diskutiert, findet in dieser kommerziellen Desktop-Distribution aber einen gebührenden Platz.

Red Hat, gern mit Linux-Servern assoziiert, hat die längste Erfahrung mit Gnome unter den Probanden. Entsprechend gefällig erscheint das Design des Standard-Desktops. Die Trennung von Admin und Nutzer ist etwas weniger stringent als bei Suse, aber immer noch konsequent. Die Lizenz liefert alle Freiheiten, die sich ein Benutzer wünscht. Dafür wirken die grafischen Administrationswerkzeuge etwas altbacken. Auch fehlt manches kommerzielle Goodie, was aber zur Philosophie passt.

Um Windows Vista ausführlich zu würdigen, bedarf es dieses Fazits eigentlich nicht. Denn Microsofts verbesserter, optisch ansprechender und Ressourcen verschlingender Desktop wird mit neu gekaufter Hardware sowieso auf Millionen von Schreibtischen Einzug halten. Gleichwohl kann Vistas Gegenwart in diesem Test beweisen, dass kommerziell ausgerichtete Linux-Distributionen aus größtenteils frei verfügbaren Komponenten konkurrenzfähig sind – abgesehen von ein paar Eigenheiten. Der Einstieg in den richtigen Zug lohnt.

Alternativen

Linux-Distributionen gibt es endlos viele. Warum keine andere nehmen? Den Hauptunterschied zu den hier vorgestellten Zusammenstellungen machen Update-Verfügbarkeit, Support und Ausroll-Tools aus – und da wird die Auswahl dünner. In einem früheren Linux-Magazin-Test war Suns Java Desktop System mit von der Partie, das auf Suse Linux fußte. In der aktuellen Version 3 [12] bildet nun Solaris statt Linux den Unterbau, was das Produkt hier als Testteilnehmer disqualifiziert.

Ein Alternative wäre Ubuntu in der LTR-Version (Long Term zusammen mit dem kommerziellen Support des Herstellers Canonical für 250 Dollar pro Jahr, [13]), aber besser mit der Unterstützung durch einen lokalen Partner. Ob sich Ubuntu für große Installationen eignet, ist schwer zu sagen. Suse, Red Hat & Co. haben da ungleich mehr Erfahrung. Prinzipiell ist Debian als Grundlage für eine Business-Desktop-Distribution eine gute Wahl, da sich das Paketformat für schnelle und langsame Updates gleichermaßen gut eignet. Einige kleinere Hersteller wie die LIS AG aus Deutschland bieten solche Debian-Derivate [14] an. Auch der Münchner Behördendesktop fußt auf Debian.

Infos

[1] Windows Vista: [http://www.microsoft.com/germany/windows/windowsvista/getready/editions/business.mspx]

[2] SLED: [http://www.novell.com/de-de/products/desktop/]

[3] RHEL Desktop: [http://www.redhat.de/software/rhel/client/]

[4] Xandros Desktop Profession: [http://de.xandros.com/products/business/dsk_professional.html]

[5] Mandriva Powerpack Pro: [http://www.mandriva.de/product_info.php/info/p1012_Mandriva-Linux-2007-PowerPack-Pro.html]

[6] XFS-Probleme mit Kernel 2.6.17 bei Mandriva: [http://qa.mandriva.com/twiki/bin/view/Main/MandrivaLinux2007ErrataDe#XFS_Dateisystem_Stabilit_ts_Prob]

[7] XFS-Bug auf der Kernel-Mailingliste: [http://lkml.org/lkml/2006/8/28/88]

[8] Scanner-Komponente von HP-Multifunktionsdruckern unter Mandriva: [http://qa.mandriva.com/show_bug.cgi?id=26567]

[9] Eigenschaften der Open Office Novell Edition: [http://www.novell.com/products/desktop/features/ooo.html]

[10] Deployment von Windows Vista: [http://technet2.microsoft.com/WindowsVista/en/library/88f80cb7-d44f-47f7-a10d-e23dd53bc3fa1033.mspx?mfr=true] und [http://www.microsoft.com/germany/technet/prodtechnol/windowsvista/deploy/default.mspx]

[11] Easy-BCD: [http://neosmart.net/dl.php?id=1]

[12] Sun Java Desktop System: [http://neosmart.net/dl.php?id=1]

[13] Canonical: [http://www.canonical.com]

[14] LIS AG: [http://www.lisag.de]

Danke!

Die Autoren danken dem Institut für Wissenschaftliches Rechnen des Forschungszentrums Karlsruhe für die Unterstützung bei den Tests.

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