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Der Einsatz von Projekten, Aktivisten und Unternehmen für die Sache der freien Software und Linux bleibt oft unbemerkt. Die Linux New Media AG zeichnet dieses Engagement deshalb regelmäßig mit Awards in sechs verschiedenen Kategorien aus.
Die Cebit Open Source in Hannover bietet in diesem Jahr die passende Plattform für die Vergabe der Linux-New-Media-Awards (Abbildung 1) in sechs Kategorien. Am Cebit-Donnerstag ist es soweit, Gewinner und Laudatoren versammeln sich in Halle 6 im Open Source Forum zur feierlichen Übergabe mit anschließender Party. Beginn der offiziellen Preisverleihung ist um 17 Uhr.
Wie schon vom Start der Awards im Jahr 2000 gewohnt, sind 200 internationale Juroren gefragt, in vorgegebenen Kategorien Vorschläge für potenzielle Preisträger zu machen und anschließend zur Abstimmung zu schreiten (Abbildung 2). Zusammengesetzt ist das Preisgericht aus Mitgliedern der Open-Source-Bewegung, Buchautoren, Journalisten, Behörden- und Industrievertretern (siehe Kasten “Die Jury”).
Was die Wahl der Kategorien betrifft gab es preisverdächtig lange Diskussionen. Bewährtes wie der “Herausragende Beitrag zu Open Source” und der “Linux-, Open Source freundlichste Hardware-Hersteller” galten als gesetzt. Neue hinzu kam die Kategorie “Wichtigster Beitrag zur Sicherheit im Open-Source-Bereich”.
Die Auswahlmöglichkeiten unter den von der Jury nominierten Kandidaten war groß, allein beim herausragenden Beitrag für Open Source landeten über 30 Personen und Projekte auf dem Stimmzettel, angefangen bei Debian und dessen Projektleiter Steve McIntyre über den Suse Build Service, allen Beitragenden zum Linux Kernel bis hin zur vietnamesischen Regierung für deren Open-Source-Pläne.
Die Kategorie “Beste Open-Source-Programmiersprache” entpuppte sich im Vorfeld als spannungsgeladenste, was die dort eingereichten Vorschläge betrifft. Dass die Trennschärfe zwischen Programmier-, Skript- und Hochsprache bei dieser Kategorie nicht einzuhalten und für ein buntes Sammelsurium sorgen würde, war zu erwarten. Python, Vala, Ruby, Lua, R Statistical Language, Mono/C#, PHP, Perl, DGCC, Sun Java, GCC (C/C++), Clojure und Groovy landeten dann im Sammelbecken.
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Herausragend
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Herausragender Beitrag zu Open Source / Linux / freier Software (Outstanding Contribution to Open Source / Linux / Free Software) im Jahr 2008.
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Hardware
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Linux-, Open Source freundlichster Hardware-Hersteller (Most Linux / Open Source-Friendly Hardware Vendor).
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Innovation
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Innovativstes Open Source Projekt (Most Innovative Open Source Project)
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Mobil
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Bester Open Source Beitrag für mobile Geräte (Best Open Source Contribution for Mobile Devices).
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Programmierung
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Beste Open-Source-Programmiersprache (Best Open Source Programming Language),
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Sicherheit
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Wichtigster Beitrag zur Sicherheit im Open-Source-Bereich (Most Significant Contribution for Security in Open Source)
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Kandidaten
Ohne zu viel zu verraten: In der Kategorie Herausragender Beitrag zu Open Source, Linux und freier Software sind Openstreetmap, Debian und Canonical im Finale. Unter den vier Spitzenreitern Intel, Asus, IBM und Sun entscheidet sich, wer der Linux-freundlichste Hardware-Hersteller ist.
Wer nicht in Hannover vor Ort in Hallle 6 ist, braucht nicht auf das Event verzichten und kann der Preisverleihung trotzdem live bewohnen. Am 5. März erfolgt ab 17 Uhr ein Streaming der Linux New Media Awards via Internet, in das Zuseher sich über den URL [http://streaming.linux-magazin.de/index.htm] einklinken können.
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Erfahrene Juroren finden sich am einfachsten dort, wo Linux und Open-Source-Produkte im Einsatz sind: in der Community, in Industrie und Behörden sowie unter den zahlreichen Experten der IT-Szene. Rund 200 Personen aus dem gesamten Spektrum gaben in diesem Jahr ihre Stimme ab (eine Auswahl siehe unten). Die Sieger in den einzelnen Kategorien ermitteln sich aus der Anzahl der Stimmen für die vorgeschlagenen Projekte und Firmen.
 Joe Casad hat zahlreiche IT-Fachbücher geschrieben. Seit 2004 ist er zudem Chefredakteur des englischsprachigen “Linux Magazine”.
 Alan Cox ist altgedienter Kernelhacker und nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Er hat seinen langjährigen Arbeitgeber Red Hat vor kurzem verlassen und bei Intel angeheuert. Cox lebt in Wales und schreibt sein Tagebuch auf Walisisch.
 Heike Jurzik arbeitet bereits seit 1996 mit Linux und schreibt als freie Journalistin für deutsche und englische Computerzeitschriften.
Michael Kofler aus Graz ist der Autor eines Linux-Buchs, das umgangssprachlich schlicht als “der Kofler” bekannt ist.
 John Maddog Hall gilt als Open-Source-Urgestein und -Aktivist. Maddog ist rund um den Globus unermüdlich für das Vorankommen der freien Software im Einsatz.
 Yuwei Lin forscht unter anderem an den Universitäten York und Amsterdam und hat soziale und wirtschaftliche Aspekte freier Software zum Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Arbeit gemacht.
 Peter Pfläging arbeitet bei der Stadt Wien im Bereich Netzwerk und Security. Dort setzt er bereits seit vielen Jahren auf Open-Source-Software.
 Florian Schießl ist Angestellter der Stadt München und arbeitet an der derzeit laufenden Linux-Migration der städtischen Arbeitsplatzrechner.
 Franz Schmid kennt die Formate Postscript und PDF inzwischen auswendig – er entwickelt das freie Desktop-Publishing-Programm Scribus mit.
Tom Schwaller ist einer der Väter der Linux New Media AG und war der erste Chefredakteur des Linux-Magazins. Er beschäftigt sich gegenwärtig bei IBM mit Linux-Clustern.
 Volker Lendecke entwickelt seit 1994 aktiv am Samba-Projekt mit und gründete mit zwei weiteren Mitstreitern die auf Samba spezialisierte Sernet GmbH.
Amanda McPherson ist als Vice President Marketing und Developer Programme bei der Linux Foundation tätig.
 Bdale Garbee, Open Source und Linux Chef Technologist bei Hewlett Packard arbeitet in seiner knappen Freizeit am Debian-Projekt mit – und dies seit 1995.
 Bruce Perens gilt als Vater der Open-Source-Definition war als Debian-Projektleiter tätig und gilt als rühriger Aktivist in Sachen freie Software.
Holger Dyroff ist eines der Suse-Urgesteine mit Nürnberger Wurzeln und heute bei Novell Chef der Suse-Linux-Produkte
 Greg Kroah-Hartman, Kernel-Hacker und als solcher für den USB-Stack zuständig, ist bei Novell für das Linux-Treiber-Projekt angestellt.
 Dmitri Popov, vielschaffender Autor und als solcher ausgewiesener Spezialist für Open Office und freie Anwendungen und den Umgang damit.
Paul W. Frields zieht die Fäden als Projektleiter bei Fedora und ist für die Hege und Pflege der Linux-Distribution bei der Firma Red Hat angestellt.
 Mark Shuttleworth ist Ubuntu-Gründer und -Förderer sowie Inhaber der Firma Canonical. Der Milliardär Shuttleworth hat mit einem Ausflug ins All einen spektakulären PR-Auftritt hingelegt.
Joe “Zonker” Brockmeier, startete als Journalist und ist nun in Amt und Würden als Community-Manager bei der von Novell geförderten Open-Suse-Gemeinschaft .
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