DietPi richtet auf Mini-Computern wie dem Raspberry Pi einen flexiblen Server ein. Die neue Version unterstützt aktuelle Hifiberry-Soundkarten, reduziert den Speicherverbrauch von Backups und geht bei der Inbetriebnahme anders mit dem Root-Dateisystem um.
Konkret enthalten die Images mit DietPi 9.17 kein Ext3- beziehungsweise Ext4-Journal mehr. Erst wenn während der Inbetriebnahme das Skript „dietpi-fs_partition_resize“ das Root-Dateisystem auf seine endgültige Größe aufgeblasen hat, aktiviert DietPi das Journal. Dieses Vorgehen hat zum einen den Vorteil, dass die Images etwas kleiner ausfallen. Zum anderen ist das Journal auf das tatsächliche Root-Dateisystem geeicht, was in einigen Fällen sogar zu einem Geschwindigkeitsplus führen kann. Beim ersten Login prüft zudem DietPi, ob das Journal korrekt eingerichtet wurde und meldet eventuell vorliegende Probleme.
Das Konfigurationsprogramm „dietpi-config“ kennt weitere modernere Hifiberry-Soundkarten. Es berücksichtigt dabei auch die neuen Split Overlays für die Modelle DAC+/AMP2/AMP4 und DAC+ Pro/DAC2. Wer diese Soundkarten bereits unter DietPi einsetzt und auf den Linux-Kernel 6.12 umsteigt, muss sie allerdings noch einmal auswählen – darum bittet das System automatisch.
Erstellt man über das Tool DietPi-Backup mehrere Backups, belegen ab sofort unveränderte Dateien keinen Platz mehr in der Sicherung. Im Hintergrund erstellt DietPi-Backup dazu in der aktuellen Sicherung Hardlinks auf die entsprechenden Dateien in der vorherigen Sicherung (via „rsync –link-dest“). In der Folge belegen die Backups weniger Speicherplatz und sind zudem schneller erstellt.
Bei drei mitgelieferten Anwendungen gab es kleine Änderungen in der Konfiguration: Navidrome holt die Bilder der Alben nicht mehr nur aus den Audiodateien, sondern auch aus entsprechenden Verzeichnissen und online von Last.fm. Beim Roon Server kann man einfacher zwischen der stabilen und der Early-Access-Fassung wählen. NZBGet nutzt schließlich nicht mehr die unsichere Verschlüsselungsmethode RC4-MD5 TLS.




