Vor rund einer Woche eskalierte ein Streit zwischen den OBS-Studio-Entwicklern und dem Fedora-Projekt um ein Flatpak-Paket. Beide Parteien haben sich jetzt zusammengesetzt und wollen das Problem gemeinsam lösen.
Stein des Anstoßes war ein Flatpak-Paket der Fedora-Macher: Diese hatten die Videostreamingsoftware OBS Studio in ein eigenes Flatpak-Paket gepackt. Das lief jedoch nicht rund, was fleißige Nutzer direkt beim unschuldigen OBS-Team meldeten. In der Folge entwickelten sich mehrere Diskussionen, an deren Ende das OBS-Team dem Fedora-Projekt sogar mit rechtlichen Schritten drohte.
Die sind jetzt offenbar komplett aus der Welt, wie der OBS-Entwickler Joel Bethke in einem Post berichtet. Er habe sich mit der Flatpak Special Interest Group und dem Fedora Projektleiter getroffen und über die Probleme und die möglichen weiteren Schritte gesprochen. Seinen Angaben zufolge handelte es sich um ein „sehr gutes Gespräch“. Die Fedora-Mannschaft würde aktiv an der Beseitigung der offenen Probleme arbeiten, die Joel Bethke in seinem Post noch einmal zusammenfasst.
Darunter fallen zunächst einige technische Probleme, wie ein Fehler in der Qt-Runtime oder ein nicht korrekt arbeitendes VLC-Plugin. An der Lösung würden die Fedora-Entwickler bereits arbeiten. Zumindest das Qt-Problem lässt sich recht leicht beheben: Es genügt bereits ein Update des Qt-Frameworks auf eine aktuellere Version. Die technischen Stolpersteine sollten folglich mit kommenden aktualisierten Fassungen des Flatpak-Pakets der Vergangenheit angehören.
Ein deutlich größeres Problem bleibt jedoch der Ursprung des Streits: Die Anwender wüssten nicht, wem sie ihre Fehlerberichte schicken müssten. Es hätte einige sehr gute Gespräche mit den Fedora-Verantwortlichen gegeben, wie man mittel- bis langfristig diesen Punkt lösen könnte. Beide Parteien halten es aber derzeit nicht für einen „Blocker“. Das OBS-Team bleibe hier aber dran und möchte sich weiterhin mit seinen Sichtweisen als Upstream-Projekt einbringen.
Wie es konkret weitergeht, lässt Joel Bethke in seinem Post allerdings offen. Immerhin ist die Forderung, alle OBS-Warenzeichen aus Fedora zu entfernen, vom Tisch.





