Virenscanner ClamAV 1.2.0 scannt jetzt auch UDF-Partitionen

Die neue Version des freien Virenscanners ClamAV bietet einen neuen Systemd-timer für regelmäßige Updates der Signaturen. Des Weiteren lässt sich die Größe des Clean-File-Caches beeinflussen.

Die ClamAV-Entwickler haben ihren Virenscanner mit dem Beginning Extended Area Descriptor bekannt gemacht, den Dateien auf einer UDF-Partition verwenden. Damit kann ClamAV 1.2.0 erstmals Dateien auf einer Partition mit dem Universal Disk Format (UDF) extrahieren und scannen.

Ebenfalls neu ist ein Systemd-timer, der regelmäßig Freshclam anstößt. Dieses Tool aktualisiert dann wiederum die Virensignaturen. Damit muss sich Freshclam nicht mehr um ein passendes Timing kümmern. Der Systemd-timer selbst hört auf den Namen „clamav-freshclam-once.timer“ und lässt sich mit den bekannten Systemd-Werkzeugen aktivieren beziehungsweise unter die Lupe nehmen.

Für die Authentifizierung bei einem privaten Mirror kann Freshclam jetzt ein Client-Zertifikat und einen privaten Schlüssel aus PEM-Dateien einlesen und verwenden. Den Speicherort geben die Umgebungsvariablen „FRESHCLAM_CLIENT_CERT“ und „FRESHCLAM_CLIENT_KEY“ vor. Sofern der private Schlüssel noch einmal durch ein Passwort geschützt ist, hinterlegt man dieses in der Umgebungsvariablen „FRESHCLAM_CLIENT_KEY_PASSWD“.

Über den Parameter „–cache-size“ lässt sich der Clean-File-Cache erhöhen. Das wiederum verbraucht zwar mehr Hauptspeicher, ClamAV geht beim Scannen aber flotter zu Werke. Die Einstellung „MaxScanSize“ kann man jetzt auch auf einen Wert über 4 GB setzen und dabei das Suffix „G“ oder „g“ für Gigabytes verwenden. Beispielsweise könnte man das Limit für ClamD in der „clamd.conf“ auf „MaxScanSize 10G“ hochschrauben.

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