Die Bibliothek Libinput kontrolliert und verwaltet angeschlossene Eingabegeräte, wie Mäuse und Touchpads. Die jetzt freigegebene Version 1.7 erkennt neuerdings auch Schalter.
Dazu gehören in erster Linie Schalter, die im Deckel von Notebooks verbaut sind. Klappt man den Notebook-Bildschirm herunter, kann Libinput beziehungsweise eine Anwendung dazu passende Aktionen ausführen. Insbesondere deaktiviert Libinput beim Runterklappen des Deckels ein eventuell eingebautes Touchpad. Auf diese Weise sollen versehentliche Berührungen des Touchpads (etwa durch Stöße von Außen) keine unerwünschten Aktionen mehr ausführen.
Berührt ein Nutzer das Touchpad, erkennt Libinput 1.7 den dabei ausgeübten Druck. Ein Mausklick registriert die Bibliothek erst ab einer bestimmten Druckstärke. Damit löst ein versehentliches leichtes Streifen des Touchpads keinen Mausklick mehr aus. Für die meisten erhältlichen Touchpads haben die Libinput-Entwickler passende Schwellenwerte ermittelt. Wer dennoch Probleme mit seinem Touchpad feststellt, soll den Entwicklern eine entsprechende Fehlermeldung zukommen lassen.
Auch bei den Mausrädern hat sich einiges getan: „Wheel Tilt“-Ereignisse verarbeitet Libinput jetzt auch als solche. Die Emulation der mittleren Maustaste lässt sich zudem zusammen mit der Mausrad-Simulation nutzen. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Mausrad-Emulation auf die rechte Maustaste legen und dabei weiterhin die Emulation der dritten Maustaste nutzen. Das Drücken der mittleren Maustaste erzeugt jetzt immer ein Button-Event.
Neben diesen großen Neuerungen gab es noch ein paar kleinere. So haben die Entwickler unter der Haube ordentlich den Quellcode aufgeräumt und die Bibliothek intensiv getestet. Das Tool „libinput-debug-events“ färbt seine Ausgaben ein und unterdrückt standardmäßig die Tastencodes. Alle weiteren Änderungen und Neuheiten verrät die entsprechende Ankündigung auf der offiziellen Mailingliste.



