Das auf die Initiative von Red Hat, Facebook, Google und IBM eingeführte GPL Cooperation Commitment regelt die erneute Lizenzierung von Software unter der GPLv2 und der LGPLv2, wenn es zuvor bei Firmen Verstöße gegeben hat.
Bereits im März konnte die Initiative zur Open-Source-Lizenzkonformität einen Mitgliederzuwachs melden, Suse, Cisco, HPE, Microsoft SAP und CA Technologies hatten sich dem Committment verpflichtet. Nun sind nach Angaben von Red Hat 14 weitere teils schwergewichtige Unternehmen beigetreten. Genannt sind Amazon, Arm, Canonical, Gitlab, Intel, Liferay, Linaro, MariaDB, NEC, Pivotal, Royal Philips, SAS, Toyota und VMware.
Durch die Annahme des Commitment lehnen die Unternehmen eine „harte Vorgehensweise“ bei der Durchsetzung von Open-Source-Lizenzen ab. Die Verfolgung von Lizenzverstößen soll unter fairen Bedingungen geregelt werden. Außerdem ist die Verfolgung von Lizenzverletzungen aus Profitgründen verpönt. Die Initiative sieht die in der GPLv2 geregelte automatische Terminierung der Lizenz bei Verstößen als nicht praktikabel an. Es müsse Firmen die gegen die Bedingungen verstoßen eine Frist zur Nachbesserung und Korrektur der Lizenzverletzung eingeräumt werden, lautet das Credo der Unterzeichner. Die GPLv3 hat diese harte Regelung des Lizenzverlustes mit einer solchen Frist abgelöst. Diese Regelung halten die Unternehmen nun auch für die GPLv2 aufrecht.



