Theia 1.0: Eclipses VS-Code-Alternative wird stabil

Mit Theia 1.0 veröffentlicht das Eclipse-Projekt eine erste stabile Version seiner IDE, die im Browser und auf Desktops läuft.

Obwohl sie im Browser laufe, sei die Theia-IDE in Sachen Funktionsumfang lokal installierbaren IDEs ebenbürtig, schreiben die Macher in ihrer Ankündigung. Im Einsatz sei Theia bei Google, Ericsson, IBM, Red Hat, SAP und ARM sowie beim Gitpod-Projekt. Um den Feature-Umfang zu erreichen, setze Theia auf die aktivste Extension-Community “der Welt” und unterstütze das Extension-Protokoll von Microsofts Open-Source-IDE Visual Studio Code. Darüber lassen sich mehr als 16000 Erweiterungen in Theia einbinden.

Der Haken an VS Code

Die letzten zwei Jahre habe das Theia-Team vor allem damit verbracht, diesen umfassenden Support für die VS-Code-Erweiterungen in ihrer IDE zu implementieren, doch die Arbeit habe sich gelohnt. Microsoft war dabei offenbar keine Hilfe: Das Unternehmen verbiete es den Herstellern anderer Produkte, die Binärdateien aus ihrem Marktplatz zu verwenden. Das halten die Theia-Macher für traurig, zumal Microsoft die Erweiterungen nicht selbst entwickle. Das Verbot betreffe aber auch andere Produkte, wie etwa VS Codium, das Visual Studio Code ohne Datenweitergabe anbietet.

Open VSX zur Hilfe

Hier helfe allerdings Open VSX weiter, eine Open-Source-Implementierung der Extension Registry von VS Code. Das Projekt wird unter den Fittichen der Eclipse Foundation entwickelt und ist in einer Beta-Version über “open-vsx.org” zugänglich. Mit Open VSX entsteht ein öffentliches Register für quelloffene VS-Code-Erweiterungen, das allen zugänglich ist. Zugleich will man Organisationen die Möglichkeit bieten, eigene Erweiterungs-Register in privaten Netzwerken zu betreiben. Entwickler von VS-Code-Erweiterungen ruft das Projekt zugleich dazu auf, ihre Software auch in Open VSX zu veröffentlichen.

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