Das ReiserFS prüft unter bestimmten Umständen bei jedem Reboot sein komplettes Dateisystem, obwohl dies wegen seiner Journal-Funktion nicht notwendig wäre. Die Kernel-Entwickler diskutieren aktuell einen Patch, der den Systemstart beschleunigen soll.
Viele Distributionen rufen beim Boot das Kommando fsck -a für alle verwendeten Partitionen auf. Im Falle von ReiserFS überprüft das Filesystem seine kompletten Strukturen, was aber gerade bei großen Partitionen zu langen Wartezeiten führt. Das von ReiserFS verwendete Journal macht ein das Überprüfen beim Systemstart auch unnötig.
Aus diesem Grunde hat Kernel-Entwickler Jeff Mahoney einen Patch für den Kernel vorgesehen, der dafür sorgt, dass der Kernel mitzählt, wie häufig er ein Filesystem mountet. Weiterhin merkt sich der Kernel im Superblock des Filesystems den Zeitpunkt der letzten Überprüfung. In der Voreinstellung macht das Filesystem den Administrator darauf aufmerksam, wenn er es mehr als 30 mal eingehängt wurde oder die letzte Prüfung länger als 180 Tage zurückliegt. Diese Werte können über das tunefs-Kommando, das im Paket reiserfstools beiliegt, angepasst werden.
Mahoney hat den Patch, der sowohl das ReiserFS-Subsystem, als auch die passenden Benutzer-Tools modifiziert, dem ReiserFS-Team auf seiner Mailingliste vorgeschlagen. Wann der Vorschlag in einer veröffentlichten Version Einzug hält, ist gegenwärtig noch offen.




