Der amerikanische Linux-Distributor Red Hat veröffentlicht eine Open-Source-Plattform für Service Orientierte Architektur (SOA) mit Red Hat Enterprise Linux als Basis.
Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen will Red Hat seinen Middleware-Geschäftsbereich Jboss in Schwung bringen, darunter auch eine neue SOA-Plattform. Auf seiner Hausmesse Jboss World in Orlando, Florida, stellt das Unternehmen die Jboss Enterprise SOA Platform vor als Kombination aus mehreren Jboss-Projekten mit dem hauseigenen Linux-Betriebssystem. Das Konzept der Service-orientierten Architektur in der Informationstechnologie soll idealerweise Software mit Geschäftsprozessen und Unternehmenseinheiten so verknüpfen, dass die Arbeitsabläufe reibungslos ineinander greifen. Hierdurch ergeben sich komplexe Aufgaben und Wechselwirkungen. Red Hat nutzt hierfür verschiedene JBoss-Einzelprojekte und kombiniert diese zu seiner SOA-Plattform: Die Aufgabe der Integration von Applikationen und Diensten beispielsweise soll der Jboss Enterprise Bus (ESB) übernehmen. Jboss BPM, eine Abkürzung für Business Process Management, soll die Dienste aufeinander abstimmen und für den Workflow sorgen, das Regelmanagement und Unternehmensrichtlinien liefert JbossRules. Das System abrunden soll das Server-Betriebssystem Red Hat Enterprise Linux 5.
Als besondere Leistungsmerkmale preist Red Hat die Clusterfähigkeit und hohe Skalierbarkeit seiner SOA-Plattform. Jboss Enterprise SOA soll sich ebenso für kleine Integrationsprojekte eignen wie für unternehmensweite SOA-Integration. Als größten Vorteil gegenüber den proprietären Mitbewerbern nennt Red Hat die Anpassungsfähigkeit der Plattform dank der Quelloffenheit.
Ende Februar soll Jboss Enterprise SOA im Abonnement-System lieferbar sein, technischer Support, Dokumentation und Update-Service inbegriffen. Zugleich verkündete Red Hat drei neue Community-Projekte: Jboss BlackTie, die Plattform RHQ, und noch im Frühjahr soll das Jboss Operations Network v2.0 (JON 2.0) freigegeben werden.



