Die Zwischenschicht Pipewire hilft bei der Weiterleitung und der Verarbeitung von Video- und Audiomaterial. Die neue Version 1.2.0 bietet zahlreiche interessante Neuerungen, darunter die asynchrone Verarbeitung und das Streaming an Snapcast-Server.
Pipewire fasst Mikrofone, Lautsprecher und andere Geräte als sogenannte Knoten auf, die wiederum in einem Graphen passend miteinander verknüpft sind. Die neue Version 1.2.0 behandelt die Knoten auf Wunsch asynchron. Dabei wartet Pipewire nicht mehr auf neue Ausgaben eines Knotens. Sollte dieser nicht direkt liefern können, verwendet Pipewire einfach Stille oder die zuvor gelieferten Ausgaben. Auf dieser Weise kann ein Knoten nicht mehr die komplette Verarbeitungskette blockieren. Im Gegenzug erhöht sich allerdings die Latenz. Nicht-Echtzeit-Streams und Filter nutzen diese neue asynchrone Fähigkeit ebenfalls – in früheren Pipewire-Versionen hatten sie jeweils eine eigene Variante der asynchronen Funktionen implementiert.
Neu in Pipewire 1.2 ist das Konzept der „node.sync-group“. Diese Group hilft primär dabei, dass beim JACK-Transport alle Knoten gleichzeitig abgearbeitet werden und sie somit die gleiche Transport-Zeit sehen. Des Weiteren gibt es das Modul „snapcast-discover“, über das sich Musik an Snapcast-Server streamen lässt. Letztgenannter verteilt Audio-Material synchron in mehrere Räume.
Pipewire 1.2.0 bietet noch einige weitere neue Funktionen, wie Explicit Sync Metadata und die Fähigkeit für Multiple Data-Loops. Dennoch bleiben sowohl die API als auch die ABI kompatibel zu den Pipewire-Versionen 1.1.x und 1.0.x.




