Palantir veröffentlicht verstörendes Memo

(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com

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Aufbauend auf dem Buch “The Technology Republic” von Palantir-CEO Alexander C. Karp hat das Unternehmen jetzt eine Art politisches Strategiepapier veröffentlicht, das sich rabiat für die Nutzung militärischer KI ausspricht und gleichzeitig gegen Pluralismus und Inklusion wettert.

Das Silicon Valley stehe bei dem Land, das seinen Aufstieg ermöglicht habe, in der moralischen Schuld: Die Ingenieurselite habe die Verpflichtung, sich für die Landesverteidigung einzusetzen. Freie E-Mail und Apps reichten dafür nicht, die Grenzen von Soft Power und bloßer Rhetorik lägen offen zutage. So wie man ein neues Gewehr entwickeln würde, wenn die Marine darum bäte, so sollte man auch an Software herangehen. Das Atomzeitalter als Zeitalter der Abschreckung neige sich dem Ende zu, und eine neue Ära der Abschreckung, die auf künstlicher Intelligenz basiert, stehe vor der Tür.

Die Entmachtung Deutschlands und Japans nach dem Zweiten Weltkrieg sei eine Überkorrektur gewesen, die man rückgängig machen müsse. Europa zahle dafür nun einen hohen Preis. Ein ähnliches und äußerst theatralisches Bekenntnis zum japanischen Pazifismus drohe, sollte es beibehalten werden, ebenfalls das Kräfteverhältnis in Asien zu verschieben.

Das Papier spricht sich gegen einen “oberflächlichen und leeren Pluralismus” aus. Dabei gäbe es Kulturen, die entscheidende Fortschritte hervorgebracht hätten, während andere dysfunktional und rückschrittlich geblieben seien. Jetzt würden alle Kulturen als gleichberechtigt angesehen und Kritik und Werturteile seien verboten. “Doch dieses neue Dogma verschleiert die Tatsache, dass bestimmte Kulturen und sogar Subkulturen Wunder vollbracht haben. Andere haben sich als mittelmäßig erwiesen, ja sogar als rückschrittlich und schädlich.”

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