Anwender haben bei Manjaro 20.1 alias Mikah die Wahl zwischen den Desktop-Umgebungen Xfce 4.14, KDE Plasma 5.19 und Gnome 3.36. Weitere Arbeit floss in den grafischen Paketmanager Pamac, der in Version 9.5 vorliegt. Manjaro basiert auf Arch Linux.
Die Hauptausgabe bleibt die Manjaro-Edition mit Xfce-Desktop. Der nutzt ab sofort das Matcha-Theme und bietet viele kleine optische Verbesserungen. Die Monitor-Einstellungen lassen sich als Profil speichern und so schneller abrufen. Sinnvoll ist das unter anderem bei Notebooks, die am Arbeitsplatz an einem anderen externen Monitor hängen, als im Home-Office. Manjaro 20.1 kann sogar automatisch beim Anstöpseln eines Bildschirms ein passendes Profil aktivieren.
Die Benutzeroberfläche der Plasma-Edition erhielt im Frühjahr ein komplettes Re-Design. Zum Einsatz kommt jetzt das Breath2-Theme, das unter anderem in einer hellen und einer dunklen Variante vorliegt und passende Profile für die Konsole mitbringt. Der Texteditor Kate erhielt zusätzliche Farbpaletten. Wer mit dem vom Kickoff-Launcher gestellten Startmenü nicht zufrieden ist, kann auf das einfachere Simplemenu umschalten. Anwender erhalten schließlich noch die KDE Applications 20.08.
In der Gnome-Edition haben die Manjaro-Entwickler einige Gnome-Anwendungen „optisch aufgefrischt“. Erweiterungen für die Gnome Shell verwaltet eine neue Extensions App. Mit ihr lassen sich die Erweiterungen konfigurieren, entfernen oder abschalten, zudem hält sie die Extensions auf dem aktuellen Stand. Benachrichtigungen bieten eine “Do not Disturb”-Schaltfläche an. Über sie können Anwender die Anzeige der Benachrichtigungen unterdrücken. Das dynamische Hintergrundbild ändert standardmäßig das Farbschema im Laufe des Tages. Die Manjaro-Entwickler haben zudem GDM aktualisiert und ihren Gnome Layout-Switcher verbessert. Zsh stellt die neue Standard-Shell.
In allen Editionen arbeitet im Hintergrund der Linux Kernel 5.8. Der überarbeitete Paketmanager Pamac geht in Version 9.5 flotter zu Werke, Optimierungen sorgen zudem für eine bessere Unterstützung von regulären Ausdrücken. Manjaro Architect unterstützt jetzt das Dateisystem ZFS.
Sämtliche Neuerungen listet noch einmal die offizielle Ankündigung im Manjaro-Forum auf. Manjaro 20.1 steht offiziell nur als 64-Bit-Fassung bereit. Die Community bietet weitere Varianten mit zusätzlichen Desktop-Umgebungen an, darunter Cinnamon und Mate.




