Madwifi-Projekt will Non-Profit-Organisation gründen

Die Entwickler des freien Madwifi-WLAN-Treibers für Atheros-Chipsatz-Geräte diskutieren die Gründung einer Non-Profit-Organisation.

Auf der Entwickler-Mailingliste hat Madwifi-Entwickler Michael Renzmann zu einer baldigen Diskussion und Entscheidung aufgerufen. Die Entwicklergemeinde plane schon seit längerem, sich die rechtliche Form einer Non-Profit-Organisation zu geben. Die Motive sind vor allem praktischer Natur: So gibt es kein Spendenkonto, weil es formal kein Projekt gibt – aber Spendenanfragen habe es wiederholt gegeben.

Möglich sei auch ein Beitritt entweder zu der Organisation Software Freedom Conservacy (SFC), die Open-Source-Projekte finanziell und rechtlich unterstützt. Alternativ wird ein Beitritt zu der Organisation Software in the Public Interest (SPI) in Betracht gezogen, die Unterstützung für Softwareentwicklung und Vertrieb anbietet. Ganz im Programmierer-Stil haben sich die Leute von Madwifi.org bisweilen eine Ticketliste zur Erledigung erstellt. Hintergrundinformationen und Diskussionsgrundlagen zur geplanten Institutionalisierung stehen im Wiki der Projektseite.

Bis 2005 waren einige wenige Entwickler für die ursprüngliche BSD-Version und die Linux-Version des Madwifi-Treibers verantwortlich gewesen. Einer davon ist der Verfasser des ersten Madwifi-Treibers für BSD, Sam Leffler. Er und der Helfer für die erste Linux-Portierung, Greg Chesson, legten Anfang 2005 die Entwicklung der Treiber nieder. Es fanden sich andere Leute, die das Projekt fortführen wollten. Das Madwifi-Projekt ist seitdem eine lose Entwicklergemeinde mit einer Projektwebsite, einem Wiki, Mailinglisten und IRC-Chats.

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