Wer Libvirt einsetzt, um virtuelle Maschinen zu verwalten, der kann Libguestfs verwenden, um per Skripting Änderungen an den Gästen vorzunehmen, virtuelle Festplatten im Auge zu behalten oder VMs zu klonen. Version 1.28 bringt neue Features mit.
Neu im Libguestfs-Zweig sind seit Version 1.28 “virt-v2v” und “virt-p2v”, die virtuelle Maschinen fremder Hypervisoren, etwa von Xen oder VMware, ins KVM-Format konvertieren. Vormals waren das zwei separate Projekte. Die Entwickler haben “virt-p2v” von Ruby auf C portiert und “virt-v2v” deutlich beschleunigt, indem es nun aktuelle Qemu-Features nutzt.
Neu an Bord ist “virt-log”, das die Logdateien der Gäste liest, egal, ob diese von traditionellen Linux-Gästen, Linux mit Journal oder Windows Eventlogs stammen. Um neue Maschinen anzulegen, bringt Libguestfs “virt-builder” mit, das jetzt die Option “–machine-readable” kennt, dank der sich das Tool besser von anderen Programmen einsetzen lässt. Zudem unterstützt es “–chmod”, das gilt auch für “virt-customize”.
Um virtuelle Maschinen vor dem Klonen in den Ausgangszustand zurück zu versetzen, kommt “virt-sysprep” zum Einsatz. Dieses Tool entfernt in der neuen Version zahlreiche Logfiles, darunter Systemd-Journals, Anaconda Logs, Lightdm-Logs, Debian-Installer-Dateien und viele weitere. Mit dem Parameter “user-account” kann der Admin zudem bestimmen, welche User-Account er behalten oder entfernen möchte. Nicht zuletzt nutzen die Tools der Libguestfs nun farbige Ausgaben, um ihren Status besser zu unterstreichen.
Über “make -C python sdist” lässt sich eine Python-Distribution erzeugen. Die Java-Bindings sind nun kompatibel mit Open JDK 8, die Ruby Bindings wechseln von “Test::Unit” auf “MiniTest”. Auch unterstützt die Libguestfs nun Aarch64 als Architektur. Die Release Notes erklären im Detail, welche Sicherheitslücken (Shellshock) geschlossen wurden und welche API-Änderungen es gibt, herunterladen lässt sich die neue Version über die Libguestfs-Seite.





