Keine neuen X11-Features für Kwin

Für die X11-Komponenten des KDE-Windowmanagers Kwin wird es künftig keine neuen Features geben. Anfang dieser Woche kündigte Kwin-Entwickler Martin Flöser den letzten Feature Freeze an.

Laut dem dazugehörigen Blogeintrag geht Kwin zusammen mit Plasma 5.12 LTS in den Feature Freeze und soll ab Version 5.13 nur noch neue Features für die Wayland-Seite erhalten. Bugfixes für die X11-Teile von Kwin soll es jedoch weiterhin geben, auch für die Version 5.13. Konkret kündigte Flöser an, dass die Fixes für Version 5.12 automatisch im Master-Branch und damit auch in Version 5.13 landen.

Diese Änderung sei aber keine Entscheidung dazu, ob Plasma 5.13 Wayland als Standard einsetzt. Da Kwin zudem unabhängig vom eingesetzten Fenstersystem arbeite, werde es auch weiterhin neue Features für Kwin selbst geben, von denen sowohl Nutzer von X11 als auch Wayland profitieren.

Zu viel Aufwand

Als Grund, warum er auch keine neuen Features in X11 integrieren wolle, gab der Kwin-Entwickler den Aufwand an. Er habe festgestellt, dass Stabilitäts- und Qualitätsprobleme der vergangenen Jahre stets mit neuen X11-Features in Zusammenhang standen. Wayland-Features würden dagegen häufig ohne Probleme implementiert.

Schuld an dieser Situation seien vor allem die mangelnden Testmöglichkeiten für X11 im Vergleich zu denen für Wayland. Zudem fielen einige Bugs durchs Raster, weil die Hauptentwickler mittlerweile vorwiegend Wayland einsetzen.

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