Nachdem bereits die Vorversion die VPN-Technik WireGuard nachgerüstet hat, verbessert das Core Update 196 dessen Integration an zwei Punkten. Des Weiteren nutzt die Konsole ab sofort den Direct Rendering Manager (DRM).
Zuvor kam noch das alte Framebuffer-System zum Einsatz. Dank des Umstiegs auf DRM läuft die Konsole vor allem auch in höheren Auflösungen. Gleichzeitig wirkt der Text schärfer und ein Wechsel zwischen virtuellen Konsolen erfolgt flüssiger – beides gilt insbesondere für hochauflösende Monitore. Obendrein bietet DRM ein schnelleres Mode-Setting, eine höhere Performance, sowie eine bessere Unterstützung für Multi-GPU- und Embedded-Systeme. Bestehende Systeme stellt das Update nicht automatisch auf DRM um. Nur nach einer frischen Installation verwendet die Distribution automatisch den neuen Grafikstack.
Das Core Update 196 legt zudem bei WireGuard nach: Zum einen können Administratoren in der Web-Oberfläche den Status der WireGuard-Verbindungen ablesen, zum anderen schiebt IPFire deutlich flotter Daten über WireGuard-Tunnel. Letzteres ermöglichen einige aus dem Linux Kernel 6.13 zurückportierte WireGuard-Patches. Sie knipsen zunächst den Generic Segmentation Offload (GSO) ein, womit sich vor allem der TCP-Throughput über WireGuard-Tunnel deutlich verbessern soll. Darüber hinaus lösen sie eine Bremse bei mehreren gleichzeitigen WireGuard-Tunneln.
Weitere Änderungen gab es bei der Post-Quanten-Kryptographie. Da diese Verschlüsselungstechniken noch nicht umfassend erforscht wurden, kombinieren sie einige Tools wie OpenSSH mit klassischen Algorithmen. Diesen Weg beschreitet ab sofort auch IPFire, wobei die entsprechende Umstellung selbst existierende Verbindungen betrifft. Eingreifen muss hier allerdings nur, wer nicht die Standardkonfiguration verwendet.
Abschließend haben die Entwickler zahlreiche Pakete aktualisiert. So steckt jetzt der Kernel 6.12.34 unter der Haube, zudem wechselt IPFire zur GCC 15. Erstmals verfügbar ist der FORT Validator.




