IDC: Servermarkt schrumpft weiter

Der Umsatz mit Server-Hardware sank im zweiten Quartal 2009 gegenüber 2008 um 30 Prozent auf knapp zehn Milliarden US-Dollar, genauer gesagt 9,8 Milliarden. Das ist noch mal etwas weniger als im vorangegangenen Quartal .

Das Marktforschungsunternehmen IDC muss also die gleiche Bilanz wie für das vorige Vierteljahr ziehen: Der Umsatz pro Quartal ist so gering wie noch nie. Zusätzlich sank in diesem Quartal die Anzahl der verschifften Produkte mit 30 Prozent noch weiter als im ersten Quartal. Das markiert laut IDC den größten Stückzahlenrückgang aller bisherigen 1-Jahres-Vergleichszeiträume.

Die Käufer von Linux-Servern ergaben sich dem Abwärtstrend und gaben nur 1,3 Milliarden Dollar aus, zwei Millionen oder fünf Prozent weniger als Anfang des Jahres und fast 30 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2008. Dank der insgesamt gesunkenen Zahlen stieg jedoch der relative Linux-Anteil leicht von 13,5 auf 13,8 Prozent vom Gesamtumsatz. Unix-Server spülten mit 3,1 Milliarden etwas weniger als im ersten Quartal in die Kassen und repräsentieren knapp 32 Prozent Marktanteil. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2008 gingen die Umsätze jedoch um fast ein Drittel zurück, während im ersten Quartal der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr nur 18 Prozent bemaß. Relativ gut schnitten Blade-Server ab. Das heißt: Ihr Umsatz sank nur um 12 und ihre verkauften Stückzahlen nur um 20 Prozent.

Matt Eastwood, bei IDC für Enterprise-Plattformen zuständig, gewinnt den schlechten Zahlen dennoch eine positive Seite ab: Wenn 12 Monate so wenige kaufen, veralten viele Maschinen derart, dass demnächst ja etwas passieren muss, lässt er sich sinngemäß zitieren.

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