Es gibt eine neue Version der Debian-basierten Distribution Sidux. Die trägt den Codenamen "Pontos" und konzentriert sich darauf, die Änderungen aus dem Kernel 2.6.27 fehlerfrei zu integrieren.
Das Sidux-Projekt verwendet im wesentlichen Code von Debian Sid, entfernt die gröbsten Bugs aus der instabilen Debian-Variante und ergänzt die Distribution um eigene Skripte und Pakete. Live-CDs von Sidux gibt es mit verschiedenen Desktops: Eine KDE-Lite (deutsch und englisch, circa 450 MByte) und eine KDE-Full-Version (mit Unterstützung für mehr Sprachen, circa 1,9 GByte) stehen für 32- und 64-Bit-Rechner zum Download bereit, wobei es sich um KDE 3.5.10 handelt. Auch mit einem XFCE-Desktop lässt sich Sidux verwenden. Ansonsten unterstützt es X.Org 7.3 sowie zahlreiche zusätzliche WLAN-Chips, etwa von Intel (3945 und 4965) sowie von Atheros (ath5k mit 54/108 MBit/s und ath9k mit 802.11 Draft-n).
Zu den auffälligsten Bugs, die Sidux repariert, gehört ein Fehler beim Erkennen optischer Laufwerke. Neu in Sidux ist “insserv”, das die Initskripte neu anordnet und optimiert. Es erlaubt Anwendern, einzelne von diesen bei Bedarf bequem zu deaktivieren. Auch am Installer haben die Entwickler gefeilt. Nicht zuletzt gibt es neue Tools, um Verbindungen ins Internet (PPP, GPRS/UMTS) aufzubauen.
Eine eigene Sektion im Announcement der neuen Version beschreibt den Umgang mit nicht-freien Komponenten. Da Kernel 2.6.27 Firmware-Blobs auslagert, gibt es ein Extra-Repository, das Software für Hardware mit proprietärer Firmware aufbewahrt. Welche Geräte das betrifft, zeigt die ausführliche Liste, auf der unter anderem einige WLAN-, DVB- und Audiokarten sowie Bluetooth-Chips stehen.
User, die sich fragen, ob Sidux auf dem eigenen Rechner läuft, finden auch zwei Listen mit den Hardware-Voraussetzungen. Wer Sidux herunterladen will, greift am besten auf diese Liste von Download-Servern zurück.



