Nach exakt zwei Jahren einem Monat und neu Tagen Entwicklungszeit hat das Release-Team Debian 11 mit dem Codenamen Bullseye veröffentlicht. Debian 11 erhält fünf Jahre Support.
Zu den Neuerungen von Debian 11 zählt schon die Auswahl an Desktopumgebungen, zu denen Donald Norwood von Debian in der Ankündigung Gnome 3.38, KDE Plasma 5.20, LXDE 11, LXQt 0.16, MATE 1.24 und Xfce 4.16 zählt. Nach der angen Entwicklungszeit kann Norwood auch mit reinen Zahlen beeindrucken, Bullseye enthalte über 11294 neue Pakete und komme damit auf insgesamt 59551 Pakete. 9519 Pakete seien als veraltet entfernt worden und 42821 Pakete habe man aktualisiert. 5434 Pakete seien unverändert geblieben.
Insgesamt unterstützt Debian 11 neun Architekturen. In Anbetracht seiner Fülle an Paketen und unterstützten Atchitekturen sei Bullseye das universelle Betriebssystem, schreibt Norwood in der Ankündigung. Es sei für viele verschiedene Anwendungsfälle geeignet, von Desktop-Systemen bis zu Netbooks, von Entwicklungsservern bis Clustersystemen und für Datenbank-, Web- und Speicherserver.
Bullseye sei auch die erste Veröffentlichung, die einen Linux-Kernel mit Unterstützung für das exFAT-Dateisystem bereitstellt und standardmäßig zum Einhängen von exFAT-Dateisystemen verwendet werde, teilen die Entwickler mit. Es sei also nicht mehr erforderlich, die Implementierung des Dateisystems im Userspace zu verwenden, die über das Paket exfat-fuse bereitgestellt werde. Werkzeuge zum Erstellen und Überprüfen eines exFAT-Dateisystems seien im Paket exfatprogs verfügbar, heißt es weiter.
Dass moderne Drucker meist in der Lage seien, treiberlos zu drucken und zu scannen, ohne auf herstellerspezifische und oft unfreie Treiber zurückgreifen zu müssen, ist auch bei Debian angekommen. Debian 11 bringe ein neues Paket, namens ipp-usb mit, das auf das herstellerneutrale IPP-over-USB-Protokoll setzt, das vielen moderne Druckern unterstützten, so Norwood.
Die Ankündigung verlinkt Informationen zu Download und Installation. Debian 11 kann auch als Live-System ausprobiert werden.





