Linus Torvalds hat die Änderungen für den Staging-Bereich des Kernels akzeptiert. Unter anderem wandert Androids Binder-Code in den Kernel 3.19.
Der Staging-Bereich des Linux-Kernel enthält experimentelle Treiber, die noch nicht bereit für den Kernel sind und es unter Umständen nie sein werden. Insofern freute sich Greg Kroah-Hartman in seiner Commit-Nachricht an Linus Torvalds, dass man um die 70 000 Zeilen Code losgeworden sei, hauptsächlich, indem man den “furchtbaren” Broadcom-Treiber-Code entfernt habe.
Daneben gebe es Bewegung, weil der Treiber für Binder, der sich um die Interprozess-Kommunikation in Android kümmert, in den “echten” Kernel gewandert sei. Er sei bereits sei ein paar Jahren stabil und laufe auf Millionen Geräten ohne Zwischenfälle. Zwar sei der Code fürchterlich und lasse das API zu wünschen übrig, aber das habe historische Gründe, die sich nicht ändern ließen.
Man ersetze den Code nun mit etwas Neuem, doch Resultate dieser Arbeit werde man wohl frühestens in einem Jahr sehen. Sollte das Android-Projekt je auf diesen Code wechseln, würde er den Binder-Code entsorgen. Bis dahin habe er aber kein Problem damit, Maintainer des Codes zu bleiben, der nur wenige Probleme bereite. Das Linux-Magazin wirft in seiner nächsten Ausgabe einen Blick auf die Interprozess-Kommunikation mit Binder.





