Die vor allem als Grundlage für Container beliebte schlanke Distribution Alpine Linux aktualisiert in ihrer neuen Version 3.19 vor allem die enthaltene Software. Darüber hinaus unterstützt sie offiziell den Raspberry Pi 5.
Die Entwickler haben zudem noch ein paar Änderungen umgesetzt. So dient jetzt „iptables-nft“ standardmäßig als Backend für Iptables, während das Paket “linux-rpi” die bislang separaten Kollegen “linux-rpi4” und “linux-rpi2” ersetzt.
Das Package Directory von Python haben die Entwickler als “externally managed” markiert. In der Folge kann der Paketmanager Pip nicht mehr Pakete systemweit installieren – die entsprechenden Verzeichnisse verwaltet ausschließlich Apk. Anwender müssen deshalb auf Pipx ausweichen.
Wer bereits Alpine-Linux einsetzt, sollte beachten, dass Openrc jetzt nicht mehr in Form des Programms “/sbin/rc”, sondern nur noch als “/sbin/openrc” bereitsteht. Unter Umständen muss man daher die “/etc/inittab” anpassen.
Alpine Linux 3.19 setzt auf den Linux-Kernel 6.6. Die Desktop-Umgebung Gnome springt auf die Version 45, die Programmsammlung KDE Gear auf Version 23.08. Für Server gibt es PostgreSQL 16, Node.js in der LTS-Fassung 20.10, Xen 4.18, Ceph 18.2 und PHP 8.3. Entwickler erhalten GCC 13.2, LLVM 17, Perl 5.38, Go 1.21, OpenJDK 21 und Rust 1.72.




Ich schätze Alpine als schlankes, sicheres, schnelles sowie stabiles System und es freut mich zu sehen, dass diese Richtung beibehalten wird.
Was zudem beachtet werden sollte: HashiCorps Umlizenzierung von Terraform, Vault und Co. hat dafür gesorgt, dass diese Programme nun mangels offener Lizenz nicht mehr aktualisiert werden.
Der Fork OpenTofu dürfte dann in Zukunft Terraform ablösen.