Ada Initiative will Frauen in freien Projekten stärken

Zwei Open-Source Entwicklerinnen haben eine Organisation namens Ada Initiative gegründet, die die Mitarbeit von Frauen an freier Software fördern soll.

Zum Arbeitsgebiet sollen neben Open-Source-Software auch Projekte wie Wikipedia und weitere offene Unternehmungen in Sachen Kultur und Wissensaustausch gehören. In der Hauptsache bietet die Organisation kostenlose Beratung zu Technologie und Geschlechterfragen für Projekte und Firmen.

Die Förderung soll daneben durch die fachliche Weiterbildung von Frauen stattfinden. Zu diesem Zweck möchte die Initiative auch Qualifizierungsmaßnahmen für Dozenten durchführen. Zu den ersten geplanten Aktionen gehört eine Umfrage zur Situation von Frauen in freien Projekten.

Hinter der Organisation stehen die Kernelentwicklerin Valerie Aurora (vormals Henson) und die australische Informatikerin und Linguistin Mary Gardiner. Beide haben im vergangenen Jahrzehnt bereits an anderen Projekten zur Open-Source-Frauenförderung gearbeitet, beispielsweise Linux Chix und Geek Feminism. Mit ihrer Initiative wollen sie bestehenden Organisationen keine Konkurrenz machen, sondern sie ergänzen und mit ihnen zusammenarbeiten. Weitere Informationen gibt es unter http://adainitiative.org.

Als Namensgeberin hat die Initiative die britische Mathematikerin Ada Lovelace gewählt. Sie arbeitete im 19. Jahrhundert mit Charles Babbage zusammen, für dessen mechanische Rechenmaschine sie die Programmierung in der Theorie beschrieb. Daher gilt sie als erste Programmiererin der Geschichte. Ihr zu Ehren gibt es auch einen Ada Lovelace Day, der 2011 am 7.Oktober stattfindet und der trotz verwandter Ziele nichts mit der Initiative zu tun hat.

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